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Wie man Kapuzinerkresse anbaut

Tropaeolum majus

Mehrjährig

In milden oder frostfreien Gärten überdauern Kapuzinerkressen als immergrüne oder halbimmergrüne Stauden, die Jahr für Jahr über Mauern, Böschungen und Zäune ranken. Sie brauchen keine Düngung — magerer Boden bringt die besten Blüten. Im Spätwinter kräftig zurückschneiden wenn der Wuchs sparrig wird — neue Triebe erscheinen schnell. Essbare Blätter, Blüten und grüne Samenkapseln liefern fast das ganze Jahr eine pfeffrige Ernte. Zieht weiterhin schwarze Blattläuse an und ist daher eine wertvolle Begleitpflanze neben Gemüse.

Jahreszyklus

|
Jan
Winterruhe
Feb
Winterruhe
Mär
Frühjahrswachstum
Apr
Wachstum
Mai
Blüte
Jun
Blüte
Jul
Blüte
Aug
Blüte
Sep
Blüte
Okt
Blüte
Nov
Wachstum
Dez
Winterruhe

Pflegewesentliches

Nicht düngen — magerer Boden bringt mehr Blüten. Reicher Boden produziert nur Blätter.

Achten auf

  • Schwarze Bohnenlaus (als Fangpflanze nutzen)
  • Kohlweißlingsraupen
  • Mehltau im Spätsommer

Begleitpflanzen

Bohnen, Obstbäume, Tomaten, Rosen

Haustiersicherheit

Katzen: Ungiftig
Hunde: Ungiftig
Quelle

Pflegeanforderungen

Licht

Volle Sonne bis leichter Schatten

Blüht am besten in voller Sonne, verträgt aber leichten Schatten. Mehr Schatten bedeutet mehr Laub, weniger Blüten.

Bewässerung

Sparsam gießen — trockenheitsverträglich

Einmal etabliert, sparsam und selten gießen. Trockenheitsverträglich. Überwässerung fördert Laub auf Kosten der Blüten.

Düngung

Nicht düngen — magerer Boden bevorzugt

Nicht düngen. Kapuzinerkresse blüht am besten in armem, magerem Boden. Jede Düngung lenkt Energie in Blattproduktion.

Schnitt

Kräftiger Rückschnitt Februar, Verblühtes entfernen im Sommer

Im Spätwinter kräftig auf 10-15 cm zurückschneiden. Sparrige oder frostgeschädigte Triebe jederzeit entfernen.

Anbautipps

Hungern lassen für Blüten

Stauden-Kapuzinerkresse niemals düngen. Magerer, durchlässiger Boden bringt massenhaft Blüten; reicher Boden produziert nur Blätter.

Kräftiger Rückschnitt im Spätwinter

Im Februar allen Wuchs auf 10-15 cm zurückschneiden. Frische Triebe erscheinen innerhalb weniger Wochen und die Pflanze bleibt kompakt.

Als lebende Mulchschicht nutzen

Rankende Triebe kahlen Boden unter Obstbäumen oder entlang von Zäunen bedecken lassen — sie unterdrücken Unkraut und locken Blattläuse von Nutzpflanzen weg.

Schädlinge & Krankheiten

Schädling Schwarze Bohnenlaus

Erkennung: Dichte Kolonien schwarzer Blattläuse an Stängeln, Blättern und Blütenknospen, klebriger Honigtau, Rußtau

Biologische Behandlung:
  • Kolonien von Hand zerdrücken oder mit Wasser abspritzen
  • Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen fördern
  • Stark befallene Triebe entfernen
Chemische Behandlung:
  • Pyrethrum-basiertes Kontaktspray (bei Fangpflanzen selten nötig)
Schädling Kohlweißlingsraupen

Erkennung: Große zerfranste Löcher in Blättern, grüngelbe Raupen mit schwarzen Markierungen

Biologische Behandlung:
  • Raupen und Eier von Hand absammeln
  • Etwas Schaden akzeptieren — Stauden-Kapuzinerkresse erholt sich schnell
Chemische Behandlung:
  • Bei Zierpflanzen selten gerechtfertigt
Krankheit Mehltau Erysiphe cruciferarum

Symptome: Weißer pudriger Belag auf Blättern, besonders im Spätsommer. Blätter vergilben und verformen sich.

Behandlung: Stark befallene Blätter entfernen. Luftzirkulation verbessern. Dichte Triebe zurückschneiden.

Vorbeugung: Pflanzen gut beabstanden. Trockenstress vermeiden. In voller Sonne mit guter Luftzirkulation anbauen.

Pflanzabstand

Pflanzabstand 45 cm
Reihenabstand 60 cm
Wuchshöhe 60 cm
Wuchsbreite 200 cm

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