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Wie man Brennnessel anbaut

Urtica dioica

Mehrjährig

Brennnessel ist eine winterharte Staude, die in feuchtem, stickstoffreichem Boden in Sonne oder Halbschatten kräftig wächst. Junge Triebspitzen im Frühjahr mit Handschuhen ernten — Kochen zerstört die Brennhaare vollständig. Ausbreitung durch Mähen der Umgebung oder Anbau in einem eingesenkten Topf begrenzen. Jeden Herbst bodennah zurückschneiden; treibt zuverlässig jeden Frühling aus den Wurzeln wieder aus. Hervorragend für Wildtiere, als Wirtspflanze für Schmetterlingsraupen und für eisenreiche Küchenkräuter.

Jahreszyklus

|
Jan
Winterruhe
Feb
Winterruhe
Mär
Ernte
Apr
Ernte
Mai
Ernte
Jun
Blüte
Jul
Blüte
Aug
Blüte
Sep
Wachstum
Okt
Laubfall
Nov
Winterruhe
Dez
Winterruhe

Pflegewesentliches

Selten nötig. Brennnesseln gedeihen von Natur aus in stickstoffreichem Boden. Düngen vermeiden, um übermäßig üppiges Wachstum zu verhindern.

Achten auf

  • Blattläuse an jungen Trieben
  • Raupen (willkommen, wenn für Wildtiere gepflanzt)
  • Schnecken an austreibenden Frühjahrstribe

Begleitpflanzen

Beinwell, Borretsch, Wildblumen

Haustiersicherheit

Katzen: Giftig
Hunde: Giftig

Pflegeanforderungen

Licht

Sonne oder Halbschatten; verträgt die meisten Lichtverhältnisse

Brennnessel gedeiht gut in voller Sonne oder Halbschatten. Sie verträgt ein breites Spektrum an Lichtverhältnissen, produziert aber die zartesten jungen Triebe an einem geschützten, halbschattigen Standort.

Bewässerung

Feucht halten; bevorzugt feuchten, nährstoffreichen Boden

Bevorzugt gleichmäßig feuchten, nährstoffreichen Boden. Während Trockenperioden regelmäßig gießen, besonders im ersten Jahr. Eingewachsene Pflanzen sind recht trockenheitstolerant, liefern aber bei regelmäßiger Feuchtigkeit bessere Ernten.

Düngung

Selten nötig; gedeiht von Natur aus in stickstoffreichem Boden

Brennnesseln sind von Natur aus an stickstoffreichen Boden angepasst und brauchen selten Zusatzdünger. Überdüngung vermeiden, die grobes, üppiges Wachstum erzeugt. Eine leichte Kompostmulchschicht im Frühjahr reicht aus.

Schnitt

Im Herbst bodennah zurückschneiden; abgestorbene Stängel im Frühjahr entfernen

Die gesamte Pflanze im Spätherbst nach dem Laubfall bodennah zurückschneiden. Im frühen Frühjahr verbliebene abgestorbene Stängel entfernen, damit neues Wachstum frei austreiben kann.

Abstand

45 cm Abstand; Ausbreitung begrenzen, um Invasivität zu verhindern

Pflanzen mit 45 cm Abstand in einem eigenen Bereich setzen. Brennnessel breitet sich über unterirdische Rhizome aus und kann invasiv werden. Regelmäßig um den Bestand mähen oder graben, oder in einem eingesenkten Behälter ohne Abflusslöcher anbauen.

Stütze

Keine Stützung nötig

Brennnessel ist selbsttragend und benötigt keine Pflöcke oder andere Stützkonstruktionen. Hohe Pflanzen an exponierten Standorten können sich neigen, müssen aber nicht angebunden werden.

Anbautipps

Stets Handschuhe tragen

Die hohlen Brennhaare injizieren Ameisensäure und Histamin. Dicke Gummihandschuhe sind beim Ernten, Teilen oder Beschneiden unerlässlich. Kochen, Blanchieren oder Trocknen neutralisiert den Brennstoff vollständig.

Früh ernten für bestes Aroma

Die obersten 5-10 cm junger Frühjahrstriebe vor der Blüte pflücken. Nach der Blüte werden die Blätter gröber. Nach dem Rückschnitt erscheint ein zweiter Schub zarter Triebe.

Kraftpaket für Wildtiere

Brennnesseln unterstützen über 40 Insektenarten, darunter Raupen von Admiral, Tagpfauenauge und C-Falter. Ein eigener Brennnesselbereich in einer sonnigen Ecke ist einer der wertvollsten Wildtierlebensräume im Garten.

Flüssigdünger ansetzen

Einen Bund Brennnesseln 2-4 Wochen in einem Eimer Wasser einweichen, um einen stickstoffreichen Flüssigdünger zu gewinnen. Vor der Anwendung 1:10 verdünnen. Stark riechend, aber hervorragend für Blattgemüse.

Pflanzabstand

Pflanzabstand 45 cm
Reihenabstand 60 cm
Wuchshöhe 120 cm
Wuchsbreite 60 cm

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