Wie man Rosmarin anbaut
Salvia rosmarinus
Rosmarin ist ein sonnenliebender mediterraner Immergrüner, der ausgezeichnete Drainage, mageren bis mäßig fruchtbaren Boden und Schutz vor kalten, nassen Winterwinden braucht. Erhöht auf einem Hang, in Hochbeeten oder in kiesigen Kübeln pflanzen; staunasse Standorte vermeiden. Zum Anwachsen giessen, danach sparsam. Nach der Blüte leicht scheren, um eine kompakte Form zu erhalten, aber nicht ins alte, kahle Holz schneiden. In kälteren Regionen winterharte Sorten wählen, an eine warme Wand pflanzen oder in Kübeln kultivieren, die man schützen kann. Das ganze Jahr über Zweige ernten; starkes Aroma kommt von sonnengesättigtem Wuchs.
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Selten nötig. Wächst am besten in magerem bis mäßig fruchtbarem Boden. Überdüngung reduziert die Konzentration ätherischer Oele.
Achten auf
- Rosmarinkaefer
- Wurzelfaeule in nassem/schwerem Boden
- Frostschaeden
Begleitpflanzen
Salbei, Thymian, Lavendel, Bohnen
Pflegeanforderungen
Licht
Volle Sonne unerlässlich, Südwand ideal
Volle Sonne ist unerlässlich. Eine Südwand bietet ideale Wärme und Schutz. Schlechte Blüte und sparriger Wuchs bei zu wenig Sonne.
Bewässerung
Sehr sparsam wenn etabliert, trockenheitstolerant
Einmal etabliert sparsam giessen — Rosmarin ist trockenheitstolerant und nasse Wurzeln verkürzen die Lebensdauer. Nur bei längerer Trockenheit giessen.
Düngung
Selten nötig, magerer Boden gibt bestes Aroma
Selten nötig. Wächst am besten in magerem bis mäßig fruchtbarem Boden. Überdüngung reduziert die Konzentration ätherischer Oele und das Aroma.
Schnitt
Leichter Schnitt nach der Blüte, kahles Holz meiden
Nach der Blüte im Frühjahr leicht in Form schneiden. Nicht ins alte, kahle Holz schneiden, da es nicht wieder austreibt. Sparrige Pflanzen durch Stecklinge ersetzen.
Überwinterung
Vor Naesse und Kälte schützen, in exponierten Lagen eintopfen
Winterhart an geschützten Standorten. In kalten oder exponierten Lagen im Kübel kultivieren und im Winter geschützt aufstellen. Winternässe tötet mehr Rosmarin als Kälte.
Anbautipps
Drainage zuerst
Kies einarbeiten und leicht erhoeht pflanzen, oder Terrakotta mit einer lehmbasierten, kiesigen Mischung verwenden.
Jaehrlicher Formschnitt
Nach der Bluete leicht scheren, um die Pflanzen dicht zu halten — nicht ins kahle Holz schneiden.
Sparsam giessen
Einmal etabliert, nur bei laengerer Trockenheit giessen; nasse Wurzeln verkuerzen die Lebensdauer.
Winterschutz
In kalten, nassen Wintern an eine Suedwand stellen oder Kuebel an einen hellen, geschuetzten Platz bringen.
Schädlinge & Krankheiten
Schädling Rosmarinkäfer
Erkennung: Metallisch grün-violett gestreifte Käfer und gräuliche, nacktschneckenartige Larven an Triebspitzen und Blüten
- Käfer und Larven von Hand absammeln — Zweige an kühlen Morgen über ein Tuch schütteln, wenn die Käfer träge sind
- Laufkäfer und Schlupfwespen als natürliche Feinde fördern
- Pyrethrinbasiertes Kontaktspray als letztes Mittel, abends angewendet, um Bestauber zu schützen
Schädling Gewächshaus-Weiße Fliege
Erkennung: Winzige weißgeflügelte Insekten an Blattunterseiten; klebriger Honigtau und Russtaupilze auf dem Laub
- Schlupfwespe Encarsia formosa unter Glas einsetzen
- Gelbe Klebefallen zur Überwachung und Reduzierung der Population verwenden
- Fettsäure- oder Pflanzenölbasierte Sprays, die für essbare Kräuter zugelassen sind
Schädling Zikaden
Erkennung: Blasse gesprenkelte Flecken auf den Blattoberseiten; winzige blassgrüne Insekten springen bei Störung weg
- Leichten Befall tolerieren — Schäden sind meist kosmetisch
- Natürliche Feinde wie Spinnen und Marienkäfer fördern
- Selten gerechtfertigt; Pyrethrinspray nur bei schwerem Befall
Krankheit Wurzelfäule Phytophthora spp.
Symptome: Welken trotz feuchtem Boden, vergilbendes Laub, schwarze matschige Wurzeln, Zusammenbruch der Pflanze
Behandlung: Befallene Pflanzen entfernen und vernichten. Drainage vor dem Neupflanzen verbessern.
Vorbeugung: In sehr gut drainiertem Boden mit zugesetztem Kies pflanzen. Überwässerung vermeiden. Hochbeete oder Kübel mit Abzugslöchern verwenden.
Krankheit Echter Mehltau Erysiphe spp.
Symptome: Weißer, pudriger Belag auf Blättern und Stängeln, verformter Neuaustrieb
Behandlung: Befallene Triebe herausschneiden. Luftzirkulation um die Pflanze verbessern.
Vorbeugung: Pflanzen gut verteilen. Überkopfbewässerung vermeiden. Gute Luftzirkulation sicherstellen.
Beliebte Sorten
Tuscan Blue
One of the most popular culinary rosemaries. Tall, columnar habit reaching 180 cm with deep blue-violet flowers and intensely aromatic dark green needles. Excellent for hedging.
Miss Jessopp's Upright
A classic tall, narrow, columnar variety with pale blue flowers. RHS AGM holder. Very upright habit makes it ideal for formal hedging and tight spaces.
Arp
The most cold-hardy rosemary, tolerating temperatures down to -20C. Bushy habit with grey-green leaves and pale blue flowers. Named after Arp, Texas where it was discovered.
Prostratus
Low-growing trailing form reaching only 15-30 cm tall but spreading to 120 cm wide. Pale blue flowers. Ideal for cascading over walls, ground cover, or hanging baskets.
Salem
Cold-hardy upright variety similar to Arp, with strong flavour and good disease resistance. Bushy habit with medium blue flowers. Reliable in cooler climates.
Gorizia
Notable for extra-large leaves roughly twice the size of typical rosemary. Vigorous upright grower to 150 cm with pale blue-white flowers. Excellent culinary variety.
Blue Spires
Upright variety with vivid blue flowers and strong aromatic foliage. Compact and tidy habit, good for containers and smaller gardens.
Spice Island
Compact upright variety prized by chefs for its intense flavour and high essential oil content. Grows 60-90 cm tall with dark green needles and blue flowers.