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Wie man Phalaenopsis-Orchidee anbaut

Phalaenopsis spp.

Mehrjährig

Phalaenopsis-Orchideen wachsen in Rindenmix, nicht in Erde, und benötigen helles indirektes Licht mit guter Luftzirkulation um die Wurzeln. Wöchentlich gründlich gießen und den Überschuss frei ablaufen lassen. Während der Wachstumszeit bei jeder zweiten oder dritten Wassergabe halbstark düngen.

Jahreszyklus

|
Jan
Winterruhe
Feb
Blüte
Mär
Frühjahrswachstum
Apr
Wachstum
Mai
Winterruhe
Jun
Winterruhe
Jul
Winterruhe
Aug
Winterruhe
Sep
Winterruhe
Okt
Winterruhe
Nov
Winterruhe
Dez
Winterruhe

Pflegewesentliches

Während der Wachstumsperiode bei jeder 2.–3. Wassergabe mit halbstarkem Orchideendünger düngen. Sobald ein Blütentrieb erscheint, bis nach der Blüte nicht mehr düngen.

Achten auf

  • Schildläuse auf Blättern und Pseudobulben
  • Wollläuse in Blattachseln
  • Wurzelfäule durch Überwässerung oder schlechte Drainage
  • Kronenfäule wenn Wasser in der Mitte steht
  • Spinnmilben bei heißen, trockenen Bedingungen

Pflegeanforderungen

Licht

Helles indirektes Licht; kein direktes Sonnenlicht.

Ein ost- oder abgeschattetes südseitiges Fensterbrett ist ideal. Direktes Sonnenlicht bleicht Blätter aus und verursacht Sonnenbrand. Zu wenig Licht verzögert oder verhindert die Blüte.

Bewässerung

Wöchentlich einweichen und abtropfen; nie in Wasser stehen lassen.

Den Topf einmal wöchentlich 10–15 Minuten in Wasser stellen, dann vollständig abtropfen. Die Rinde sollte zwischen den Wassergaben fast trocknen. Im Winter seltener gießen.

Düngung

Halbstarker Orchideendünger alle 2–3 Wassergaben in der Wachstumszeit.

Einen Spezialdünger für Orchideen in halber Dosierung bei jeder zweiten oder dritten Wassergabe von Frühjahr bis Sommer verwenden. Sobald ein Blütentrieb erscheint, bis nach der Blüte nicht mehr düngen.

Schnitt

Verblühte Triebe bis zu einem Knoten kürzen für Nachblüte.

Nach dem Abfallen der Blüten den Trieb knapp über dem zweiten oder dritten Knoten von der Basis kürzen — ein Seitenast kann sich entwickeln und nochmals blühen. Wird der Trieb gelb oder braun, bis zur Basis abschneiden.

Luftfeuchtigkeit

Bevorzugt mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit (50–70%).

Phalaenopsis schätzen eine höhere Luftfeuchtigkeit als das durchschnittliche Zuhause bietet. Auf einem Kieselstein-Tablett mit Wasser stellen (Topf über dem Wasserstand) oder mit anderen Pflanzen gruppieren. Blüten nicht direkt besprühen.

Anbautipps

Von unten gießen

Den Topf einige Zentimeter tief in Wasser stellen und 10–15 Minuten einweichen lassen, dann vollständig abtropfen. Den Topf nie dauerhaft in Wasser stehen lassen und kein Wasser in die Krone gießen.

Rinde, keine Erde

Phalaenopsis sind Epiphyten — ihre Wurzeln brauchen Luft genauso wie Feuchtigkeit. Immer speziellen Orchideen-Rindenmix verwenden, nie Blumenerde, und alle 2 Jahre umtopfen.

Neuen Blütentrieb auslösen

Nach der Blüte die Pflanze im Herbst für 4–6 Wochen an einen kühleren Platz (etwa 15°C) stellen. Dieser Temperaturabfall signalisiert der Pflanze, einen neuen Blütentrieb anzulegen.

Luftwurzeln sind normal

Silbrig-grüne Wurzeln, die aus dem Topf wachsen, sind gesund und photosynthetisch aktiv. Nicht eingraben oder abschneiden — einfach wachsen lassen.

Schädlinge & Krankheiten

Schädling Schildläuse

Erkennung: Braune oder beige schalenförmige Beulen auf Blättern, Stängeln und Pseudobulben. Klebriger Honigtau unter befallenen Bereichen.

Biologische Behandlung:
  • Einzelne Schildläuse mit einer weichen Zahnbürste oder einem in Alkohol getauchten Wattestäbchen abkratzen.
  • Mit verdünntem Neemöl (2% Neem, 0,5% Spülmittel) alle 7–10 Tage für 3 Zyklen spritzen.
Chemische Behandlung:
  • Systemisches Insektizid mit Imidacloprid in das Rindensubstrat einarbeiten.
Schädling Wollläuse

Erkennung: Weiße watteartige Massen in Blattachseln, zwischen Blättern und an der Basis von Blütentrieben.

Biologische Behandlung:
  • Einzelne Kolonien mit einem in 70%igem Isopropylalkohol getauchten Wattestäbchen abtupfen.
  • Die ganze Pflanze unter lauwarmem Wasser abspülen und wöchentlich Neemöl-Spray auftragen.
Chemische Behandlung:
  • Systemisches Insektizid mit Imidacloprid in das Rindensubstrat gießen.
Schädling Spinnmilben

Erkennung: Feine silbrige Sprenkelung auf Blättern; bei starkem Befall sehr feines Gespinst auf Blattunterseiten.

Biologische Behandlung:
  • Luftfeuchtigkeit erhöhen und Laub regelmäßig besprühen — Milben gedeihen bei heißen, trockenen Bedingungen.
  • Mit verdünntem Neemöl oder Insektizidseife alle 5–7 Tage spritzen.
Chemische Behandlung:
  • Mit einem für Zimmerpflanzen zugelassenen Akarizid spritzen (z.B. mit Bifenazat oder Abamectin).
Krankheit Wurzelfäule Pythium spp. / Fusarium spp.

Symptome: Wurzeln werden braun und weich statt des gesunden silbrig-weißen oder grünen. Pflanze welkt trotz Bewässerung; Blätter können schrumpeln.

Behandlung: Pflanze aus dem Topf nehmen, alle braunen weichen Wurzeln mit steriler Schere entfernen, Schnitte mit Schwefelstaub oder Zimt bestäuben, in frischem trockenem Rindensubstrat in sauberem Topf neu einpflanzen.

Vorbeugung: Immer durch Einweichen dann Abtropfen gießen — Rinde nie dauerhaft nass lassen. Transparenten Topf verwenden, um Wurzelfarbe zu überwachen.

Krankheit Kronenfäule Erwinia spp. / Fusarium spp.

Symptome: Weiche, wassergetränkte, übelriechende Fäule an der Blattbasis wo sie auf die Krone treffen. Kann sich schnell ausbreiten und die Pflanze töten.

Behandlung: Alles betroffene Gewebe mit einem sterilen Messer entfernen. Wunde mit Zimtpulver oder Schwefel bestäuben. Krone trocken halten.

Vorbeugung: Nie direkt in die Pflanzenmitte gießen. Gelangt Wasser in die Krone, sofort mit Küchenpapier auftupfen.