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Wie man Tibetische Kirsche anbaut

Prunus serrula

Mehrjährig

Die Tibetanische Kirsche gedeiht in voller Sonne bis leichtem Schatten in fruchtbarem, durchlässigem Boden. Pflanze während der Ruhephase und stütze junge Bäume. Positioniere den Baum so, dass Wintersonne die Rinde beleuchten kann — das ist sein Hauptmerkmal. In den ersten 2-3 Jahren gleichmäßig gießen. Vermeide starken Schnitt; entferne nur kreuzende Äste.

Jahreszyklus

|
Jan
Winterruhe
Feb
Winterruhe
Mär
Knospenaufbruch
Apr
Blüte
Mai
Wachstum
Jun
Wachstum
Jul
Wachstum
Aug
Wachstum
Sep
Wachstum
Okt
Laubfall
Nov
Winterruhe
Dez
Winterruhe

Pflegewesentliches

Im Frühjahr mit Kompost mulchen. Etablierte Bäume benötigen selten zusätzliche Düngung.

Achten auf

  • Milchglanz
  • Bakterieller Krebs
  • Kirschblattlaus
  • Hallimasch

Pflegeanforderungen

Licht

Volle Sonne bis lichter Schatten

Gedeiht an offenen, sonnigen Standorten. Etwas Nachmittagsschatten wird toleriert, mindert aber den Rindeneffekt im Winter.

Bewässerung

Regelmäßig gießen in den ersten 2–3 Jahren; danach trockenheitstolerant

In den ersten zwei Standjahren bei Trockenheit einmal wöchentlich tief gießen. Etablierte Bäume brauchen kaum zusätzliche Bewässerung.

Düngung

Im Frühjahr mit Kompost mulchen; kein Dünger für etablierte Bäume nötig

Jedes Frühjahr eine 5–8 cm dicke Kompostschicht um die Basis auftragen, Stammkontakt vermeiden.

Schnitt

Minimaler Schnitt nur im Hochsommer

Nur von Juni bis August schneiden, um Milchglanz und Bakterienkrebs zu minimieren. Totes, beschädigtes oder kreuzendes Holz entfernen.

Überwinterung

In Großbritannien vollständig winterhart; kein Winterschutz nötig

Winterhart bis mindestens -20°C. Kein Schutz erforderlich. Der kahle Winterstamm ist das größte Asset des Baumes.

Anbautipps

Rinde in Szene setzen

Den Baum so positionieren, dass tiefer Wintersonne die polierte mahagonirote Rinde trifft. Die Rinde ist das Hauptmerkmal — untere Äste entfernen, um den Stamm sichtbar zu halten.

Nur im Sommer schneiden

Alle Prunus-Arten sind bei Winterschnitt anfällig für Milchglanz und Bakterienkrebs. Jeden Schnitt auf den Hochsommer (Juni–August) beschränken.

Zur Etablierung wässern

Junge Bäume brauchen in den ersten 2–3 Jahren gleichmäßige Bewässerung. Einmal etabliert, kommt der Baum weitgehend ohne zusätzliches Wässern aus.

Mehrstämmige Form

Für kleinere Gärten als mehrstämmiges Exemplar erziehen, um die Rindenoptik zu maximieren.

Schädlinge & Krankheiten

Schädling Kirschblattlaus

Erkennung: Dichte Kolonien schwarzer Blattläuse an Triebspitzen und Blattunterseiten junger Blätter im Spätfrühling, verursachen verkrüppeltes Wachstum.

Biologische Behandlung:
  • Kolonien morgens mit starkem Wasserstrahl abspritzen.
  • Natürliche Feinde wie Marienkäfer, Florfliegen und Blaumeisen fördern.
Chemische Behandlung:
  • Als letztes Mittel pyrethrinbasiertes Insektizid anwenden, Blüten meiden.
Schädling Braune Napfschildlaus

Erkennung: Kleine braune ovale Höcker auf Rinde und Stängeln, oft mit klebigem Honigtau und Rußtau.

Biologische Behandlung:
  • Kleine Befälle mit weicher Bürste und Seifenwasser abrubbeln.
  • Im Sommer pflanzenölbasiertes Spray bei aktiven Wanderlarven anwenden.
Chemische Behandlung:
  • Systemisches Insektizid mit Thiacloprid im Spätfrühling bei mobilen Larven einsetzen.
Krankheit Milchglanz Chondrostereum purpureum

Symptome: Blätter bekommen einen silbrig-metallischen Schimmer. Im Astquerschnitt sichtbare Braunfärbung des Holzes.

Behandlung: Befallene Äste im Sommer bis ins gesunde, ungefärbte Holz entfernen.

Vorbeugung: Nie von Oktober bis April schneiden. Nur bei trockenem Sommerwetter schneiden.

Krankheit Bakterieller Krebs Pseudomonas syringae

Symptome: Eingesunkene, nässende Krebsstellen an Ästen; bernsteinfarbener Gummifluss; tote Triebe mit Schrotschussmuster auf Blättern.

Behandlung: Befallene Äste im Sommer bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Werkzeug zwischen Schnitten desinfizieren.

Vorbeugung: Herbst- und Winterschnitt vermeiden. Gut düngen und wässern für Vitalität.