Wie man Christusdorn anbaut
Euphorbia milii
Christusdorn ist eine der blütenreichsten Zimmerpflanzen überhaupt — er blüht drinnen fast das ganze Jahr mit minimalem Aufwand. Er gedeiht bei hellem direktem Sonnenlicht und ist sehr trockenheitstoleranter — der häufigste Fehler ist Überwässerung. In gut durchlässiger Kaktus- oder Sukkulentenerde pflanzen und nur gießen, wenn die Erde sich trocken anfühlt. Der milchige Saft ist für Menschen und Haustiere giftig; beim Umgang immer Handschuhe tragen. Über 10°C und fern von Kältezug halten.
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Während der aktiven Wachstumsperiode (Frühjahr bis Herbst) monatlich mit verdünntem ausgewogenem Flüssigdünger oder speziellem Sukkulentendünger düngen. Im Winter, wenn das Wachstum nachlässt, ganz aufhören zu düngen.
Achten auf
- Wollläuse
- Spinnmilben
- Schildläuse
- Wurzelfäule durch Überwässerung
- Blattfall durch Kälte oder Überwässerung
Begleitpflanzen
Aloe vera, Jadepflanze, Kalanchoe, Wüstenrose
Haustiersicherheit
Pflegeanforderungen
Licht
Helles direktes Sonnenlicht; Süd- oder Westfenster
Christusdorn braucht täglich mindestens 3–4 Stunden direktes Sonnenlicht für gute Blüte. Eine süd- oder westexponierte Fensterbank ist ideal. Er verträgt helles indirektes Licht, blüht aber weniger reich.
Bewässerung
Erde zwischen den Gaben völlig austrocknen lassen
Kräftig gießen, dann warten, bis die Erde völlig trocken ist, bevor erneut gegossen wird. Im Sommer alle 1–2 Wochen, im Winter alle 3–4 Wochen. Überwässerung ist die häufigste Todesursache.
Düngung
Monatlicher ausgewogener Dünger nur von Frühjahr bis Herbst
Von Frühjahr bis Herbst einmal monatlich mit verdünntem ausgewogenem Flüssigedünger oder Sukkulentendünger düngen. Im Winter nicht düngen — die Pflanze ist halbdormant und überschüssige Nährstoffe führen zu weichem, schwachem Wuchs.
Schnitt
Leichter Formschnitt; Handschuhe tragen
Im Frühjahr leicht schneiden, um eine kompakte Form zu erhalten und buschigeres Wachstum zu fördern. Knapp oberhalb eines Blattknotens schneiden. Handschuhe tragen, um sich vor dem reizenden Latexsaft zu schützen, und Schnittstellen vor dem nächsten Gießen verkorken lassen.
Abstand
40–60 cm Abstand; einzelner Topf drinnen
Drinnen als Einzelexemplar in einem 15–25 cm Tontopf mit Abzugslöchern kultivieren. Draußen in warmen Klimazonen 40–60 cm Abstand für gute Luftzirkulation lassen.
Stütze
Keine Stütze erforderlich
Christusdorn entwickelt mit zunehmendem Alter einen verholzten, selbsttragenden Stamm. Keine Pfahl- oder Rankstützen nötig. Nur umtopfen wenn wurzelgebunden, da er besser blüht wenn er etwas eingeengt ist.
Anbautipps
Helles Sonnenlicht erforderlich
Christusdorn blüht am besten mit mehreren Stunden direkter Sonne täglich. Eine süds- oder westexponierte Fensterbank ist ideal. Wenig Licht führt zu geilem Wuchs und spärlicher Blüte.
Austrocknen lassen
Nur gießen, wenn die Erde sich völlig trocken anfühlt — diese Pflanze stirbt viel eher durch Überwässerung als durch Trockenheit. Im Winter nur so wenig gießen, dass sie nicht einschrumpft.
Giftiger Saft — Handschuhe tragen
Der milchig-weiße Latexsaft reizt die Haut und ist giftig, wenn er von Menschen oder Haustieren verschluckt wird. Beim Schneiden oder Umgang mit abgeschnittenen Trieben immer Handschuhe tragen und Hände danach gründlich waschen.
Ganzjährige Wärme
Immer über 10°C halten und von Kältezug oder Fenstern, die im Winter nachts sehr kalt werden, fernhalten. Plötzliche Temperaturabfälle verursachen Blattfall.