Wie man Bergahorn anbaut
Acer pseudoplatanus
Bergahorn ist einer der pflegeleichtesten Großbäume — in normalem Boden in voller Sonne oder Halbschatten pflanzen, er kümmert sich von selbst. Ausreichend Platz geben (12m+ Ausbreitung bei Reife) und von Gebäuden und Abflüssen fernhalten. Nur im Spätherbst bis Winter schneiden, um starken Saftaustritt zu vermeiden. Auf reichlich Sämlinge aus den geflügelten Samen achten — vor der Etablierung entfernen. Praktisch schädlingsfrei; Teerflecken und Rußtau sehen beunruhigend aus, verursachen aber keinen dauerhaften Schaden.
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Im Frühjahr mit gut verrottetem Kompost oder Rindenmulch mulchen. Stickstoffreiche Dünger meiden — Bergahorne wachsen kräftig genug ohne zusätzliche Förderung.
Achten auf
- Bergahorn-Blattlaus (Drepanosiphum platanoidis)
- Rußtau
- Teerfleckenkrankheit (Rhytisma acerinum)
- Gallmilben
Begleitpflanzen
Bärlauch, Hasenglöckchen, Buschwindröschen, Fingerhut
Haustiersicherheit
Pflegeanforderungen
Licht
Volle Sonne bis Halbschatten
Gedeiht in voller Sonne, verträgt aber auch Halbschatten gut. Beste Herbstfärbung und dichteste Krone an sonnigem Standort.
Bewässerung
Gering nach Eingewöhnung
In den ersten zwei Jahren nach dem Pflanzen bewässern. Ausgewachsene Bergahorne sind trockenheitsresistent.
Düngung
Jährlich mulchen, kein Düngen nötig
Im Frühjahr eine 5-7 cm dicke Schicht gut verrotteten Kompost auftragen. Stickstoffreiche Dünger vermeiden.
Schnitt
Nur Spätherbst bis Mittwinter
Nur bei vollständiger Winterruhe, November bis Januar, schneiden um Saftaustritt zu verhindern. Tote, beschädigte oder kreuzende Äste entfernen.
Abstand
12m+ von Gebäuden und Grenzen
Mindestens 12m Ausbreitung bei Reife einplanen. Weit von Gebäuden und unterirdischen Leitungen fernhalten.
Stütze
Junge Bäume 2-3 Jahre pfählen
Junge Bäume profitieren von einem niedrigen Pfahl für die ersten zwei bis drei Jahre. Entfernen, sobald der Baum fest verwurzelt ist.
Anbautipps
Selbstaussaat kontrollieren
Bergahorn produziert enorme Mengen geflügelter Samen, die leicht keimen. Jeden Frühling die Umgebung des Baumes prüfen und Sämlinge entfernen, solange sie noch klein sind.
Teerflecken sind harmlos
Schwarze Flecken auf Blättern durch Rhytisma acerinum sehen dramatisch aus, schaden dem Baum aber nicht. Gefallenes Laub im Herbst aufsammeln.
Blattläuse und Rußtau
Bergahorn-Blattläuse können Blätter mit klebrigem Honigtau bedecken, der Rußtau entwickelt. Auf ausgewachsenen Bäumen selten ernsthaft. Natürliche Feinde fördern.
Ideal für exponierte Standorte
Einer der besten Großbäume für Küstengärten und städtische Bepflanzung. Verträgt salzhaltige Winde und verdichtete Böden.