Skip to content

Wie man Gebetspflanze anbaut

Maranta leuconeura

Mehrjährig

Gebetspflanzen brauchen gleichmäßig feuchten (nicht nassen) Boden, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 16°C. Gefiltertes Wasser oder Regenwasser verwenden, um braune Spitzen durch Fluorid zu vermeiden. Regelmäßig besprühen oder auf einem Kieselstein-Wassertablett stellen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhalten.

Jahreszyklus

|
JanFebMarAprMayJunJulAugSepOctNovDec
Frühjahrswachstum

Pflegewesentliches

Von Frühjahr bis Sommer monatlich mit verdünntem ausgewogenem Flüssigdünger düngen. Im Herbst auf alle 6–8 Wochen reduzieren und im Winter, wenn das Wachstum deutlich nachlässt, nicht mehr düngen.

Achten auf

  • Spinnmilben bei trockenen oder warmen Bedingungen — sehr häufig
  • Wollläuse in Blattachseln
  • Wurzelfäule durch Staunässe
  • Braune Blattspitzen und -ränder durch niedrige Luftfeuchtigkeit oder Fluorid im Leitungswasser
  • Blattrollung durch kalte Zugluft oder trockene Luft

Verfolge Ihren Pflegeplan für Gebetspflanze — Schnitt, Düngung und saisonale Aufgaben

Kostenlos planen

Pflegeanforderungen

☀️ Light

Helles indirektes Licht; kein direktes Sonnenlicht

Gebetspflanzen gedeihen bei hellem indirektem Licht, werden aber durch direkte Sonne geschädigt, die das markante Blattmuster verblasst und ausbleicht. Sie vertragen mäßigen Schatten besser als die meisten gemusterten Zimmerpflanzen, aber zu wenig Licht lässt die Zeichnungen verblassen und das Wachstum verlangsamen. Ein nach Norden oder Osten ausgerichtetes Fensterbrett mit gefiltertem Licht ist in britischen Häusern ideal.

💧 Watering

Gleichmäßig feucht halten, aber nie staunass

Gießen, wenn die obersten 1–2 cm der Erde anfangen zu trocknen, und die Erde während der Wachstumszeit gleichmäßig feucht halten. Im Winter weniger gießen, aber die Erde nie vollständig austrocknen lassen — Gebetspflanzen vertragen keine Trockenheit. Immer gefiltertes Wasser oder Regenwasser verwenden, um die durch Fluorid im Leitungswasser verursachten braunen Blattspitzen zu vermeiden.

🌱 Fertilizing

Monatlich von Frühjahr bis Sommer mit verdünntem ausgewogenem Flüssigdünger

Von Frühjahr bis Sommer einmal monatlich mit einem auf die Hälfte verdünnten ausgewogenen Zimmerpflanzen-Flüssigdünger düngen. Im Herbst auf alle 6–8 Wochen reduzieren und im Winter ganz aufhören, wenn das Wachstum deutlich nachlässt. Stickstoffreiche Dünger vermeiden, die üppiges Blattwachstum auf Kosten der Musterintensität fördern.

✂️ Pruning

Vergilbte Blätter entfernen; im Frühjahr zu lang gewordene Triebe zurückschneiden

Vollständig vergilbte oder abgestorbene Blätter an der Basis das ganze Jahr über entfernen. Im Frühjahr zu lange oder kahle Triebe knapp oberhalb eines Knotens zurückschneiden, um frisches buschiges Wachstum von der Basis zu fördern. Gebetspflanzen breiten sich aus statt in die Höhe zu wachsen, daher hält gelegentliches Umformen sie kompakt und attraktiv.

🌿 Humidity

Hohe Luftfeuchtigkeit über 50% ist unerlässlich

Gebetspflanzen benötigen eine Luftfeuchtigkeit über 50% und leiden in trockenen, zentral beheizten Räumen. Auf einem Kieselsteintablett mit Wasser aufstellen, mit anderen Pflanzen gruppieren oder in der Nähe einen Luftbefeuchter betreiben. Blätter morgens besprühen — nie abends, da nasses Laub über Nacht Pilzkrankheiten begünstigt. Braune, knusprige Blattränder sind das Hauptzeichen für unzureichende Luftfeuchtigkeit.

Anbautipps

Gefiltertes Wasser oder Regenwasser verwenden

Gebetspflanzen reagieren sehr empfindlich auf Fluorid und Chlor im Leitungswasser, was braune Blattspitzen und -ränder verursacht. Regenwasser sammeln oder Leitungswasser über Nacht offen stehen lassen, damit das Chlor entweichen kann. Die konsequente Verwendung von gefiltertem Wasser macht den größten sichtbaren Unterschied beim Blattbild.

Hohe Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten

Maranta leuconeura stammt aus den tropischen Regenwäldern Brasiliens und benötigt eine Luftfeuchtigkeit über 50%. Den Topf auf einem mit Wasser gefüllten Kieselsteintablett aufstellen (darauf achten, dass der Topfboden über dem Wasserstand steht), die Blätter morgens besprühen oder mit anderen Pflanzen gruppieren. Abends nicht besprühen, da nasse Blätter über Nacht Pilzprobleme begünstigen können.

Von kalter Zugluft und direkter Sonne fernhalten

Gebetspflanzen bevorzugen helles indirektes Licht und leiden unter kalter Zugluft von Fenstern oder Klimaanlagen. Direkte Sonne lässt die markanten Blattzeichnungen verblassen. Ein Standort ein bis zwei Meter von einem hellen ost- oder westorientierten Fenster entfernt ist ideal — genug Licht, um das lebhafte Muster zu erhalten, ohne Verbrennungsrisiko.

Die Nachtbewegung ist normal und gesund

Die Blätter falten sich nachts (Nyktinatismus) als Reaktion auf Lichtveränderungen nach oben — das ist normal und ein Zeichen einer gesunden Pflanze. Wenn die Blätter tagsüber gefaltet bleiben, erhält die Pflanze möglicherweise zu wenig Licht oder leidet unter Temperaturstress.

Schädlinge & Krankheiten

Schädling Spinnmilben

Erkennung: Feine Gespinste an Stängeln und Blattunterseiten; blassgelbe Tüpfelung auf der Blattoberfläche; Blätter wirken matt und staubig.

Biologische Behandlung:
  • Luftfeuchtigkeit sofort erhöhen — Milben gedeihen in trockener Luft und hohe Luftfeuchtigkeit hemmt die Populationen.
  • Die gesamte Pflanze mit einem kräftigen Wasserstrahl absprühen, dann 4 Wochen lang wöchentlich Insektizidseife auftragen.
Chemische Behandlung:
  • Ein Akarizid wie Bifenazat anwenden; bei der zweiten Anwendung den Wirkstoff wechseln, um Resistenzbildung zu vermeiden.
Schädling Wollläuse

Erkennung: Weiße watteartige Massen in Blattachseln und entlang der Mittelrippe; klebriger Honigtau auf der Blattoberfläche.

Biologische Behandlung:
  • Jede Kolonie mit einem in 70%igen Isopropylalkohol getränkten Wattestäbchen betupfen.
  • Anschließend wöchentlich mit Insektizidseife sprühen, bis keine neuen Kolonien mehr auftreten.
Chemische Behandlung:
  • Einen systemischen Imidacloprid-Bodenguss auftragen — Sprays dringen kaum durch die Wachsschicht.
Schädling Trauermücken

Erkennung: Kleine dunkle Fliegen an der Erdoberfläche; Larven schädigen Wurzeln in dauerhaft feuchter Erde.

Biologische Behandlung:
  • Die oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben abtrocknen lassen, um den Larvenzyklus zu unterbrechen.
  • Einen biologischen Nematodenguss (Steinernema feltiae) in die Erde geben.
Chemische Behandlung:
  • Einen pyrethrinbasierten Bodenguss als letztes Mittel einsetzen; Nematoden sind wirksamer und schonender.
Krankheit Wurzelfäule Pythium spp. / Phytophthora spp.

Symptome: Welkende Blätter trotz feuchter Erde, vergilbendes unteres Laub, schwarze weiche Wurzeln beim Herausnehmen aus dem Topf.

Behandlung: Aus dem Topf nehmen, alle weichen oder geschwärzten Wurzeln abschneiden, Schnittstellen mit gemahlenem Zimt oder Schwefel bestäuben und in frische perlitangereicherte Erde in einen sauberen Topf mit Drainagelöchern umtopfen.

Vorbeugung: Den Topf nie in stehendem Wasser stehen lassen; immer eine gut durchlässige Erdmischung verwenden; die Gießhäufigkeit im Winter reduzieren.

Krankheit Helminthosporium-Blattfleckenkrankheit Helminthosporium spp.

Symptome: Kleine beigefarbene oder braune Flecken mit gelben Höfen auf der Blattoberfläche; Flecken vergrößern sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und können sich vereinen.

Behandlung: Alle befallenen Blätter entfernen und entsorgen. Gießen von oben und direktes Besprühen des Laubes vermeiden.

Vorbeugung: Für gute Luftzirkulation sorgen, die Pflanze an der Basis gießen und Pflanzen nicht zu eng zusammenstellen.

Erfasse Gebetspflanze in Ihrem Garten — Wachstum, Pflege und Ernten Jahr für Jahr verfolgen

Kostenlos planen