Wie man Poinsettia anbaut
Euphorbia pulcherrima
Weihnachtssterne brauchen helles indirektes Licht, Temperaturen über 15°C und Schutz vor kalter Zugluft. Gießen, wenn die oberen 2 cm der Erde trocken sind, und den Topf nie in Wasser stehen lassen. Zur Nachblüte ab Ende September täglich 14 Stunden vollständig verdunkeln, 8 Wochen lang.
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Von Frühjahr bis Herbst monatlich mit einem ausgewogenen Flüssigdünger für Zimmerpflanzen düngen, um Blatt- und Brakteenentwicklung zu fördern. Im Winter, wenn die Pflanze ruht, nicht düngen.
Achten auf
- Weiße Fliege — sehr häufig an Weihnachtssternen
- Trauermücken in nassem Substrat
- Wurzelfäule durch Überwässerung oder schlechte Drainage
- Botrytis-Grauschimmel bei kalten, feuchten Bedingungen
- Blattfall durch kalte Zugluft oder Temperaturschwankungen
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☀️ Light
Helles indirektes Licht, kein direktes Sonnenlicht
In der Nähe eines süd- oder ostorientierten Fensters aufstellen, aber außerhalb der direkten Mittagssonne, die die Brakteen verbrennt. Bei wenig Licht entstehen blasse Farben und etiolierter Wuchs.
💧 Watering
Gießen, wenn die oberen 2 cm des Substrats trocken sind
Gründlich gießen, bis es unten abläuft, dann Überschusswasser aus dem Untersetzer nach 30 Minuten entfernen. Den Topf nie in stehendem Wasser stehen lassen — Wurzelfäule entwickelt sich rasch.
🌱 Fertilizing
Monatlich ausgewogen düngen, Frühjahr bis Herbst
Von Frühjahr bis Herbst einmal monatlich mit einem ausgewogenen Zimmerpflanzendünger (z. B. 10-10-10 NPK) düngen. Im Winter während der Ruhezeit nicht düngen.
✂️ Pruning
Im Frühjahr auf 10–15 cm zurückschneiden
Sobald im Frühjahr neuer Austrieb beginnt, alle Triebe auf 10–15 cm kürzen. Das stimuliert zahlreiche neue Triebe und ergibt eine buschige Pflanze mit besserem Brakteenschmuck im folgenden Winter.
🌿 Temperature
Über 15°C halten, weg von Zugluft und kaltem Glas
Weihnachtssterne sind Tropenpflanzen und vertragen keine Kälte. Bei 15–22°C halten und von kalten Fenstern, Außentüren und Zugluft fernhalten. Temperaturen unter 10°C führen zu sofortigem, irreversiblem Blattfall.
Anbautipps
Verdunkelungsprotokoll für die Nachblüte
Ab Ende September die Pflanze täglich 14 Stunden vollständig verdunkeln, 8 Wochen lang. Selbst kurze Lichteinwirkung in dieser Zeit setzt den Zyklus zurück — am besten eine Pappschachtel oder einen dunklen Schrank nutzen.
Kräftiger Frühjahrsschnitt für buschigen Wuchs
Im Frühjahr, sobald neuer Austrieb erscheint, alle Triebe auf 10–15 cm zurückschneiden. Dieser Schritt ist entscheidend, um eine gut verzweigte Pflanze mit reichem Brakteenschmuck im nächsten Winter zu erhalten.
Kalte Fensterbänke meiden
Weihnachtssterne sind Tropenpflanzen. Kaltes Glas, Zugluft und Temperaturen unter 15°C führen zu raschem Blattfall. Auf einem warmen Regal fernab jeder kalten Oberfläche aufstellen.
Zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen
Überwässerung ist die häufigste Ursache für den Niedergang. Gründlich gießen, dann warten, bis die oberen 2 cm Substrat trocken sind, bevor erneut gegossen wird. Überschusswasser aus dem Untersetzer nach 30 Minuten entfernen.
Schädlinge & Krankheiten
Schädling Weiße Fliege
Erkennung: Winzige weiße geflügelte Insekten, die aufsteigen, wenn die Pflanze bewegt wird. Klebriger Honigtau auf den Blättern und Rußtaupilze sind Folgesymptome.
- Gelbe Klebefallen zur Überwachung und Reduzierung der Erwachsenenpopulation.
- Mit Insektizidseife oder Neemöl besprühen, Blattunterseiten gründlich benetzen. Alle 5–7 Tage wiederholen.
- Systemisches Insektizid mit Imidacloprid als Gießmittel bei hartnäckigem Befall.
Schädling Trauermücken
Erkennung: Kleine dunkle Fliegen über der Substratoberfläche. Die Larven leben in der obersten Schicht feuchten Substrats und fressen an Wurzeln.
- Substratoberfläche zwischen den Wassergaben abtrocknen lassen — Larven überleben keine trockenen Bedingungen.
- Feinsand oder Blähton auf die Substratoberfläche auftragen, um Eiablage zu verhindern.
- Gelbe Klebefallen in Bodennähe für Adulte.
- Substrat mit einem Produkt mit Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) als biologisches Larvizid tränken.
Schädling Wollläuse
Erkennung: Weiße wollige Wachsklumpen in Blattachseln und entlang der Stängel. Pflanzen werden geschwächt, Blätter können vergilben und abfallen.
- Einzelne Kolonien mit einem in Isopropylalkohol getauchten Wattestäbchen abtupfen.
- Mit Insektizidseife besprühen, alle versteckten Winkel abdecken.
- Systemisches Insektizid mit Acetamiprid bei starkem Befall.
Krankheit Wurzelfäule Phytophthora cinnamomi
Symptome: Welken trotz feuchtem Substrat, vergilbende untere Blätter, braune, matschige Wurzeln. Die Pflanze kann plötzlich zusammenbrechen.
Behandlung: Pflanze aus dem Topf nehmen und alle braunen, matschigen Wurzeln mit steriler Schere entfernen. Schnittflächen mit Holzkohlenpulver oder Schwefel bestäuben und in frisches, gut drainierendes Substrat umtopfen. Gießhäufigkeit reduzieren.
Vorbeugung: Gut drainierendes Substrat mit Perlite verwenden. Den Topf nie in stehendem Wasser stehen lassen. Nur gießen, wenn die oberen 2 cm des Substrats trocken sind.
Krankheit Botrytis-Grauschimmel Botrytis cinerea
Symptome: Flauschiger grauer Schimmel auf Blättern, Brakteen oder Stängeln — meist an der Pflanzenbasis oder an beschädigtem Gewebe beginnend. Betroffenes Gewebe wird braun und fällt zusammen.
Behandlung: Alle befallenen Teile sofort mit steriler Schere entfernen. Luftzirkulation verbessern und Luftfeuchtigkeit senken. Beim Gießen das Laub nicht benetzen.
Vorbeugung: Gute Luftzirkulation sicherstellen, Zimmerpflanzen nicht zu eng stellen, Laub trocken halten. Abgestorbene Blätter nicht im Topf lassen.
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