Wie man Passionsblume anbaut
Passiflora caerulea
Die Passionsblume ist ein kräftiger, winterharter Kletterer, der von Juni bis September exotische Blüten mit auffälligen blauen, weißen und violetten Kronenfäden produziert. An eine geschützte, sonnige Mauer in durchlässigen Boden pflanzen. Für Drähte oder Rankgitter sorgen. In milden Wintern halbimmergrün; nach strengem Frost zieht sie bis auf die Wurzeln ein und treibt im Frühjahr kräftig aus. Erfrorene Triebe im Frühjahr bis ins lebende Holz zurückschneiden — nicht im Herbst schneiden. Mit einem ausgewogenen Dünger düngen, sobald das Wachstum beginnt. Sehr schnellwüchsig nach dem Anwachsen, bis zu 10 m hoch.
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Im Frühjahr, sobald neues Wachstum sichtbar ist — ausgewogener Dünger oder Langzeitgranulat. Stickstoffreiche Dünger meiden, da sie Blattmasse statt Blüten fördern.
Achten auf
- Spinnmilbe (in heißen, trockenen Sommern)
- Weiße Fliege
- Dickmaulrüssler
- Schildlaus
Begleitpflanzen
Clematis, Rosen, Glyzinie, Jasmin
Haustiersicherheit
Pflegeanforderungen
Licht
Volle Sonne bis leichter Schatten; geschützte süd- oder westexponierte Mauer ideal
Die Passionsblume blüht am besten in voller Sonne, verträgt aber leichten Schatten. Eine geschützte süd- oder westexponierte Mauer liefert die nötige Wärme für reiche Blüte und gute Überwinterung. Kalte, exponierte Nordlagen vermeiden.
Bewässerung
Mäßig — beim Anwachsen gut gießen; trockenheitstolerant im Alter
In der ersten Saison regelmäßig gießen, um tiefe Wurzeln zu entwickeln. Nach dem Anwachsen ist die Passionsblume recht trockenheitstolerant und benötigt Zusatzbewässerung nur bei längeren Trockenperioden. Staunässe vermeiden.
Düngung
Leichter ausgewogener Dünger im Frühjahr; stickstoffreiche Dünger meiden
Sobald neues Wachstum im Frühjahr erscheint, ausgewogenen Allzweckdünger oder Langzeitgranulat ausbringen. Stickstoffreiche Dünger meiden — überschüssiger Stickstoff fördert Blattwuchs auf Kosten der Blüten. Auf fruchtbaren Böden ist Düngung oft nicht notwendig.
Schnitt
Nur im Frühjahr — erfrorene Triebe bis ins lebende Holz zurückschneiden; falls nötig bis zum Boden
Alle Triebe über Winter stehen lassen, um die Krone zu schützen. Im Frühjahr nach dem letzten Frost abgestorbene oder erfrorene Triebe bis ins lebende Holz zurückschneiden. Falls die Pflanze durch Frost bis zum Boden abgestorben ist, alle Triebe bodennah entfernen — sie treibt kräftig aus dem Wurzelstock aus. Lange Seitentriebe auf 2–3 Knospen einkürzen. Herbstschnitt vermeiden.
Abstand
150 cm von der Mauerbasis; eine Pflanze bedeckt 3–4 m Wandfläche
Zwischen mehreren Pflanzen mindestens 150 cm Abstand halten. Eine etablierte Pflanze breitet sich 4 m in der Breite aus und kann 10 m hoch werden — genügend Platz an einem großen Zaun, Pergola oder einer Mauer einplanen.
Stütze
Horizontale Drähte oder Rankgitter — Ranken greifen fest
Horizontale Spalidrähte im Abstand von 30 cm vor dem Pflanzen anbringen oder ein Rankgitter sicher befestigen. Die Pflanze klettert über Ranken, die fest greifen, aber zunächst eine Struktur brauchen. Neues Wachstum regelmäßig leiten — es wächst sehr schnell.
Anbautipps
An eine geschützte Wand pflanzen
Die Passionsblume gedeiht an der Wärme und dem Schutz einer süd- oder westexponierten Mauer. Die Wärmespeicherung des Mauerwerks verlängert die Blüte und verbessert das Überwintern.
Robuste Kletterhilfe von Anfang an
Ranken greifen fest zu — horizontale Drähte oder Rankgitter vor dem Pflanzen anbringen. Nach dem Anwachsen ist das Wachstum sehr schnell und muss regelmäßig gelenkt werden.
Im Frühjahr schneiden, nicht im Herbst
Alle Triebe über Winter stehen lassen, um die Krone zu schützen. Im Frühjahr abgestorbene oder erfrorene Triebe bis ins lebende Holz zurückschneiden. Falls bis zum Boden erfroren, bodennah abschneiden — sie treibt neu aus.
Wenig düngen
Zu viel Stickstoff fördert üppigen Blattwuchs auf Kosten der Blüten. Ein leichter ausgewogener Dünger im Frühjahr reicht auf den meisten Böden.