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Wie man Monstera anbaut

Monstera deliciosa

Mehrjährig

Monstera ist eine auffällige tropische Zimmerpflanze mit großen, tief eingeschnittenen Blättern, die in jedem Raum ein Highlight setzt. Sie gedeiht bei hellem indirektem Licht, toleriert aber auch weniger Licht, und bevorzugt gut durchlässige Erde, die leicht feucht gehalten wird. Einen Moosstab bereitstellen, damit die Luftwurzeln beim Heranwachsen der Pflanze Halt finden. Blätter gelegentlich mit einem feuchten Tuch abwischen, damit sie glänzend und staubfrei bleiben — das verbessert auch die Photosynthese.

Jahreszyklus

|
Jan
Winterruhe
Feb
Winterruhe
Mär
Frühjahrswachstum
Apr
Wachstum
Mai
Winterruhe
Jun
Winterruhe
Jul
Winterruhe
Aug
Winterruhe
Sep
Winterruhe
Okt
Winterruhe
Nov
Winterruhe
Dez
Winterruhe

Pflegewesentliches

Von Frühjahr bis Sommer monatlich mit ausgewogenem Flüssigdünger düngen. Im Herbst auf alle 6–8 Wochen reduzieren und im Winter, wenn das Wachstum nachlässt, komplett aufhören.

Achten auf

  • Wurzelfäule durch Übergießen (Vergilbung, matschige Wurzeln)
  • Schildläuse an Stängeln und Blattunterseiten
  • Wollläuse in Blattachseln
  • Spinnmilben bei Trockenheit
  • Bakterielle Blattfleckenkrankheit (wassergetränkte Flecken)

Haustiersicherheit

Katzen: Giftig
Hunde: Giftig
Quelle

Pflegeanforderungen

Licht

Helles indirektes Licht; verträgt weniger Licht

Stell die Pflanze an einen Platz mit hellem, gefiltertem Licht — in der Nähe eines nach Norden oder Osten ausgerichteten Fensters ist ideal. Direktes Sommersonnenlicht verbrennt die großen Blätter. Monstera verträgt weniger Licht besser als die meisten Tropenpflanzen, wächst aber deutlich langsamer und bildet im tiefen Schatten weniger ausgeprägte Fenestierungen.

Bewässerung

Gießen wenn die oberen 3–4 cm des Substrats trocknen

Steck den Finger 3–4 cm tief ins Substrat; gieße gründlich, wenn es sich dort trocken anfühlt. Im Frühling und Sommer kann das alle 7–10 Tage sein; im Herbst und Winter auf alle 2–3 Wochen reduzieren. Überschüssiges Wasser stets ablaufen lassen und Untersetzer nach 30 Minuten leeren, um Staunässe zu vermeiden.

Düngung

Monatliche Düngung von Frühjahr bis Sommer

Von März bis August monatlich mit ausgewogenem flüssigem Zimmerpflanzendünger in empfohlener Konzentration düngen. Im September und Oktober auf alle 6–8 Wochen reduzieren, von November bis Februar bei minimalem Wachstum ganz aufhören.

Schnitt

Vergilbte Blätter entfernen und Luftwurzeln bei Bedarf kürzen

Vergilbte, beschädigte oder abgestorbene Blätter mit sauberer, scharfer Schere am Blattstielansatz abschneiden. Luftwurzeln können in den Moosstab gesteckt, in die Erde geleitet oder gestutzt werden, falls sie unkontrollierbar wachsen — das schadet der Pflanze nicht. Ist die Pflanze zu groß geworden, Triebe bis zu einem Knoten zurückschneiden; die Pflanze treibt unterhalb des Schnitts neu aus.

Luftfeuchtigkeit

Mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt

Monstera gedeiht am besten bei 50–70 % relativer Luftfeuchtigkeit. In Häusern mit Zentralheizung kann die Luftfeuchtigkeit im Winter unter 30 % fallen — Pflanzen zusammenstellen, ein Kiesbett mit Wasser unter dem Topf verwenden oder einen Raumluftbefeuchter aufstellen. Besprühen bietet nur kurzzeitige Abhilfe und kann Pilzprobleme begünstigen, wenn Blätter feucht bleiben.

Anbautipps

Moosstab bereitstellen

Luftwurzeln brauchen etwas zum Klettern — ohne Stütze bleiben die Blätter kleiner und die Pflanze erreicht nicht ihre volle Größe. Steck einen Moosstab in den Topf, solange die Pflanze noch jung ist.

Blätter monatlich abwischen

Staub blockiert das Licht und vermindert die Effizienz der Photosynthese. Wisch jedes große Blatt einmal im Monat mit einem feuchten Tuch ab, damit es glänzend und produktiv bleibt.

Fenestierungen entstehen mit der Reife

Junge Blätter sind ganzrandig (keine Einschnitte oder Löcher) — das ist völlig normal. Die charakteristischen Perforierungen entstehen erst, wenn die Pflanze einige Jahre alt ist.

Nach Gefühl gießen, nicht nach Zeitplan

Gieße, wenn die oberen 3–4 cm des Substrats sich trocken anfühlen. Die Häufigkeit nimmt im Herbst und Winter deutlich ab — pass die Bewässerung an, statt an einem festen Tag zu gießen.

Schädlinge & Krankheiten

Schädling Schildläuse

Erkennung: Braune oder beigefarbene, domförmige Höcker (2–5 mm), fest an Stängeln und Blattunterseiten. Klebrige Honigtauablagerungen unter befallenen Stellen; Rußtau kann folgen.

Biologische Behandlung:
  • Einzelne Schildläuse mit einer weichen Zahnbürste oder einem in Reinigungsalkohol getauchten Wattestäbchen abkratzen und die Stelle anschließend sauber wischen.
  • Neemöl-Spray auftragen (5 ml Neemöl + 1 ml Spülmittel pro Liter Wasser) alle 7 Tage über 3–4 Wochen.
Chemische Behandlung:
  • Mit einem systemischen Insektizid mit Acetamiprid oder Imidacloprid sprühen und dabei die Etikettdosierungen einhalten. Von Bestäubern fernhalten.
Schädling Wollläuse

Erkennung: Weiße, wachsartige, watteartige Kolonien in Blattachseln, an Stängeln und auf Blattunterseiten. Bei starkem Befall können Blätter vergilben und abfallen.

Biologische Behandlung:
  • Einzelne Kolonien mit einem in Isopropylalkohol (70 %) getränkten Wattestäbchen betupfen — das löst die schützende Wachsschicht sofort auf.
  • Alle 5–7 Tage gründlich mit Insektizidseife (verdünnte Schmierseife) sprühen und dabei besonders alle Blattachseln benetzen.
Chemische Behandlung:
  • Systemisches Spray mit Acetamiprid verwenden. Abends auftragen, um Blattverbrennungen zu vermeiden, und nach 10–14 Tagen wiederholen.
Schädling Spinnmilben

Erkennung: Feines, blasses Stippling auf der Blattoberfläche; winzige rote oder grüne Milben (< 1 mm) und zarte Gespinste auf Blattunterseiten und zwischen Blattstielen suchen.

Biologische Behandlung:
  • Luftfeuchtigkeit rund um die Pflanze erhöhen — Spinnmilben gedeihen in trockener Luft. Blätter täglich einsprühen und den Topf auf ein Kiesbett mit Wasser stellen.
  • Blätter mit einem feuchten Tuch abwischen, um Milben mechanisch zu entfernen, dann alle 5–7 Tage mit verdünntem Neemöl sprühen.
Chemische Behandlung:
  • Ein Akarizid (z. B. mit Bifenazat oder Abamectin) als feinen Nebel auf alle Blattflächen einschließlich Unterseiten aufsprühen. Nach 7 Tagen wiederholen.
Krankheit Wurzelfäule Pythium spp.

Symptome: Vergilbende untere Blätter, Welken trotz feuchtem Substrat, weiche braune oder schwarze Wurzeln und säuerlicher Geruch aus der Erde.

Behandlung: Pflanze aus dem Topf nehmen, alle geschwärzten und faulen Wurzeln mit sauberer Schere abschneiden und die Schnittflächen mit Zimtpulver oder Schwefel bestäuben. In frisches, gut drainiertes Substrat und einen sauberen Topf umpflanzen. Bewässerung deutlich reduzieren.

Vorbeugung: Stets einen Topf mit Abzugsloch verwenden. Die oberen 3–4 cm Substrat zwischen den Wassergaben trocknen lassen. Den Topf nicht dauerhaft in einem Wasseruntersetzer stehen lassen.

Krankheit Bakterielle Blattfleckenkrankheit Pseudomonas spp.

Symptome: Wassergetränkte, dunkel umrandete Flecken auf Blättern, oft mit gelbem Hof. Flecken können zusammenwachsen und sich braun verfärben. Betroffenes Gewebe riecht manchmal unangenehm.

Behandlung: Alle betroffenen Blätter entfernen und entsorgen. Beim Gießen das Laub nicht benetzen. Luftzirkulation um die Pflanze verbessern. Ein heilendes Spritzmittel gibt es nicht — die Bekämpfung erfolgt kulturell.

Vorbeugung: Von unten gießen, nicht von oben. Blätter trocken halten. Pflanzen nicht zu dicht stellen. Schneidwerkzeug zwischen Verwendungen sterilisieren.