Wie man Perlgras anbaut
Melica uniflora
Perlgras ist ein elegantes, schattentolerantes Gras, das in Waldgärten und gefiltertem Licht gedeiht. Im Frühjahr oder Herbst in gut durchlässigem, humusreichem Boden pflanzen, Abstand 25-35 cm. Es bildet schlanke, bogenförmige Halme mit zierlichen nickenden Ährchen von Spätfrühling bis Sommer, die wunderschön das Licht fangen. Anders als die meisten Ziergräser gedeiht es im Schatten — ideal unter Laubbäumen. Abgestorbenes Laub Ende Februar oder Anfang März zurückschneiden. Überfüllte Horste alle drei bis vier Jahre im Frühjahr teilen.
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Selten nötig. Eine leichte Schicht Lauberde oder Gartenkompost im Herbst genügt. Stickstoffreiche Dünger vermeiden — sie erzeugen üppiges, schlaff herabhängendes Wachstum und beeinträchtigen den zierlichen Bogen.
Achten auf
- Schnecken an jungen Frühjahrtrieben
- Kronenfäule in schweren, staunassen Böden
- Überfüllung — alle 3-4 Jahre teilen
Begleitpflanzen
Funkie, Farne, Storchschnabel (Waldarten), Elfenblume, Fingerhut
Pflegeanforderungen
Licht
Halbschatten bis Vollschatten; Sonne in kühlen, feuchten Bedingungen toleriert
Perlgras ist eines der wenigen Ziergräser, das wirklich im Schatten gedeiht. Es wächst gut unter Laubbäumen, in nordseitigen Rabatten oder an Standorten mit zwei bis vier Sonnenstunden. Volle Sonne wird nur in kühlen Klimaten mit dauerhaft feuchtem Boden toleriert.
Bewässerung
Mäßige Feuchtigkeit; Boden nicht vollständig austrocknen lassen
Neue Pflanzungen in der ersten Saison regelmäßig gießen. Einmal eingewurzelt, verträgt es kurze Trockenperioden, mag aber keine anhaltende Trockenheit. An schattigeren Standorten unter Baumkronen reicht natürlicher Niederschlag meist aus. Staunässe vermeiden, da sie Kronenfäule verursacht.
Düngung
Keine Düngung nötig; magerer bis mittlerer Boden bevorzugt
Perlgras braucht keine zusätzliche Düngung. Eine leichte Herbstmulchschicht aus Lauberde oder Gartenkompost genügt, was den humusreichen Waldboden nachahmt. Reiche Düngung erzeugt schlaff herabhängendes Wachstum.
Schnitt
Ende Februar bodennah zurückschneiden, bevor der Neuaustrieb erscheint
Alles Laub und alle Blütenstängel über den Winter stehen lassen. Ende Februar oder Anfang März alles bodennah abschneiden, bevor neue Triebe erscheinen. Überfüllte Horste im Frühjahr alle drei bis vier Jahre teilen.
Abstand
25-35 cm Abstand; in Gruppen für beste Wirkung pflanzen
Einzelpflanzen bilden kompakte Horste von 25-30 cm Breite. Für die schönste Wirkung in Gruppen von fünf oder mehr mit 25-35 cm Abstand pflanzen, um einen fließenden Teppich nickender Ährchen zu schaffen.
Stütze
Keine Stütze nötig
Die schlanken, bogenförmigen Halme sind selbsttragend. An sehr exponierten Standorten kann etwas Neigung auftreten, aber das ist Teil der natürlichen Eleganz.
Anbautipps
Den Schatten nutzen
Anders als die meisten Ziergräser gedeiht Perlgras im gefilterten Schatten und Halbsonne. Unter Laubbäumen oder in schattigen Rabatten pflanzen, wo andere Gräser kämpfen.
Ährchen für Wintereffekte stehen lassen
Die zierlichen nickenden Ährchen sind bei Raureif oder Gegenlicht am schönsten. Bis Ende Februar stehen lassen, dann für neuen Austrieb zurückschneiden.
Alle 3-4 Jahre teilen
Überfüllte Horste im zeitigen Frühjahr aufheben und teilen. Kräftige äußere Teile einpflanzen, holziges Zentrum entsorgen. Teilung hält Pflanzen blühfreudig und verhindert Kronenfäule.
Lauberde statt Dünger
Eine Herbstmulchschicht aus Lauberde oder gut verrottetem Kompost ahmt den Waldboden nach. Stickstoffreiche Dünger vermeiden, die üppiges, schlaff herabhängendes Wachstum erzeugen.