Wie man Federmohn anbaut
Macleaya cordata
Der Federmohn ist eine imposante, winterharte Staude, die wegen ihrer riesigen, blaugrünen gelappten Blätter und der meterhohen, fedrigen Blütenrispen in der Hochsommermitte geschätzt wird. Pflanze an einem sonnigen oder halbschattigen Standort in jedem normalen Boden. Sie breitet sich kräftig durch Rhizome aus — pflanze sie dort, wo sie Platz hat, oder verwende eine Wurzelsperre. Neue Triebe erscheinen Ende März; alte Stängel im Spätherbst bodennah zurückschneiden. Alle paar Jahre im Frühjahr teilen, um die Ausbreitung zu kontrollieren.
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Gib Anfang Frühjahr beim Austrieb einen ausgewogenen Langzeitdünger. Weitere Düngergaben sind nicht nötig — der Federmohn wächst in den meisten Böden ohne zusätzliche Düngung kräftig.
Achten auf
- Schnecken (an jungen Trieben)
- Echter Mehltau bei heißer Trockenheit
- Rhizomausbreitung in Nachbarpflanzen
Begleitpflanzen
Chinaschilf, Wasserdost, Knöterich, Sonnenhut
Pflegeanforderungen
Licht
Volle Sonne bis Halbschatten
Gedeiht in voller Sonne, verträgt aber leichten Schatten. In heißen Klimazonen verhindert Nachmittagsschatten Blattverbrennungen. Tiefen Schatten vermeiden, da er zu schlaffen Stängeln führt.
Bewässerung
Mäßig; trockenheitsverträglich nach dem Einwurzeln
In der ersten Saison regelmäßig gießen, um die Pflanze zu etablieren. Einmal eingewurzelt, verträgt Macleaya Trockenperioden gut dank ihres tiefen Rhizomsystems. Staunässe vermeiden.
Düngung
Leichte Düngung nur im Frühjahr
Eine einzige Gabe ausgewogenen Volldüngers beim Austrieb im Frühjahr reicht aus. Überdüngung fördert übermäßige und schwer kontrollierbare Ausbreitung.
Schnitt
Im Spätherbst bodennah zurückschneiden
Alle Stängel nach dem ersten Frost im Spätherbst bodennah abschneiden. Im Frühjahr unerwünschte Rhizomtriebe am Rand der Pflanze entfernen, um die Ausbreitung zu kontrollieren.
Abstand
90-120 cm; genug Platz zum Ausbreiten lassen
Pflanzen mindestens 100 cm auseinander setzen, um Raum für die Ausbreitung zu lassen. Bei der Pflanzung neben Beeten eine physische Wurzelsperre (40-50 cm tief) einsetzen.
Stütze
Nicht nötig
Die kräftigen Hohlstängel sind selbsttragend, auch in voller Höhe von 2-2,5 m. Eine Stütze ist nur an sehr windexponierten Standorten nötig.
Anbautipps
Ausbreitung begrenzen
Federmohn breitet sich durch Rhizome aus und kann invasiv werden. Vor dem Pflanzen eine physische Wurzelsperre (robuste Polyethylie oder Metallkante, 40-50 cm tief) um das Pflanzloch eingraben.
Die Blüten sind das Highlight
Die riesigen, fedrigen Rispen mit kleinen, cremefarbenen bis rosa Blüten erscheinen von Juli bis August an bis zu 2,5 m hohen Stängeln. Sie sind ausgezeichnete Schnittblumen und sehr attraktiv für Bienen.
Keine Stütze nötig
Trotz seiner beachtlichen Höhe braucht Federmohn selten eine Stütze. Die kräftigen Hohlstängel sind auch bei mäßigem Wind von Natur aus selbsttragend.
Teilen zur Kontrolle
Horste alle 3-4 Jahre im Frühjahr heben und teilen. Das hält die Ausbreitung in Grenzen und belebt die Vitalität. Überschüssige Teile können eingepflanzt oder verschenkt werden.