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Wie man Maiglöckchen anbaut

Convallaria majalis

Mehrjährig

Maiglöckchen ist ein schattenliebender Bodendecker mit süß duftenden weißen Glöckchenblüten im Frühling. In feuchtem, humusreichem Boden im Halb- bis Vollschatten pflanzen. Breitet sich kräftig über Rhizome aus und benötigt keinen Schnitt. Alle Pflanzenteile sind giftig bei Verzehr.

Jahreszyklus

|
Jan
Winterruhe
Feb
Winterruhe
Mär
Frühjahrswachstum
Apr
Blüte
Mai
Blüte
Jun
Blüte
Jul
Blüte
Aug
Wachstum
Sep
Wachstum
Okt
Laubfall
Nov
Winterruhe
Dez
Winterruhe

Pflegewesentliches

Im Herbst eine leichte Schicht Laubkompost auftragen. Keine zusätzliche Düngung nötig — gedeiht in natürlich humusreichem Waldboden.

Achten auf

  • Invasive Ausbreitung — kann ganze Beete besiedeln wenn unkontrolliert
  • Grauschimmel (Botrytis) bei sehr feuchten Bedingungen
  • Alle Teile giftig — von Kindern und Haustieren fernhalten

Haustiersicherheit

Katzen: Giftig
Hunde: Giftig
Quelle

Pflegeanforderungen

Licht

Halb- bis Vollschatten; gedeiht unter Baumen.

Eine der besten Pflanzen fur tiefen Schatten unter Baumen. Morgensonne ist akzeptabel aber heisse Nachmittagssonne verbrennt die Blatter.

Bewässerung

Feucht halten; vertragt keine Trockenheit.

Bei Trockenheit giessen, besonders im ersten Jahr nach der Pflanzung. Etablierte Kolonien sind widerstandsfahiger bevorzugen aber gleichmassig feuchte Bedingungen.

Düngung

Eine leichte Laubkompost-Mulchung im Herbst reicht aus.

Keine zusatzliche Dungung in humusreichem Boden notig. Eine jahrliche Herbstmulchung mit Laubkompost ahmt den naturlichen Waldboden nach.

Schnitt

Kein Schnitt notig; vergilbtes Laub im Spätsommer entfernen.

Laub naturlich einziehen lassen. Vergilbte und zusammengefallene Blatter im Spätsommer entfernen.

Überwinterung

Vollkommen winterhart; kein Schutz notig.

In ganz Grossbritannien vollkommen frosthart. Rhizome überstehen selbst strenge Winter ohne Schutz.

Anbautipps

Ausbreitung begrenzen

Maiglockchen breiten sich aggressiv durch Rhizome aus. In einem vergrabenen Behalter pflanzen oder eine Wurzelsperre verwenden, um die Besiedlung des gesamten Beets zu verhindern.

Tiefer Schatten ist ein Vorteil kein Problem

Diese Pflanze gedeiht dort, wo fast nichts anderes wachst — unter dichtem Baumkronendach in durchwurzeltem Boden. Gezielt an diesen schwierigen Stellen einsetzen.

Alle Pflanzenteile sind giftig

Jeder Teil der Pflanze ist hochgiftig. Beim Umgang Handschuhe tragen und Kinder sowie Haustiere im Herbst von den Beeren fernhalten.

Geduld nach der Pflanzung

Frisch eingepflanzte Pips brauchen moglicherweise eine ganze Saison zum Eingewohnen. Einmal etabliert blüht die Kolonie jeden Mai zuverlassig.

Schädlinge & Krankheiten

Schädling Dickmaulrussler

Erkennung: Ausgekerbte Blattränder; welkende Flecken deuten auf Larvenschaden an Wurzeln hin.

Biologische Behandlung:
  • Nematoden (Steinernema kraussei) im Spätsommer oder Herbst in feuchten Boden eingiessen.
  • Adulte nachts mit Taschenlampe absammeln.
Chemische Behandlung:
  • Imidacloprid- oder Acetamiprid-Giessmittel im Spätsommer nach Anleitung.
Schädling Blattlause

Erkennung: Gruppen kleiner Insekten an Neutrieben; klebiger Honigtau; deformierte Blatter.

Biologische Behandlung:
  • Mit kraftigem Wasserstrahl abspritzen.
  • Naturliche Feinde wie Marienkäfer und Florfliegen fordern.
Chemische Behandlung:
  • Pyrethrin-basiertes Spray bei starkem Befall.
Krankheit Grauschimmel Botrytis cinerea

Symptome: Flaumiger grauer Schimmel auf Laub und Blütenstängeln, besonders bei kühlen feuchten Bedingungen im Schatten.

Behandlung: Befallene Teile sofort entfernen. Luftstrom verbessern und Überkopfbewässerung vermeiden.

Vorbeugung: Totes Laub nicht um die Kolonie ansammeln lassen. Überfüllte Flecken im Herbst ausdünnen.

Krankheit Pilzblattflecken Verschiedene Pilze

Symptome: Braune oder hellbraune Flecken mit dunklen Rändern auf Blattern, manchmal mit gelben Halen.

Behandlung: Befallene Blatter entfernen und vernichten. Blattnasse vermeiden.

Vorbeugung: Gute Luftzirkulation und promptes Entfernen von totem Material helfen Ausbrüche zu verhindern.