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Wie man Lärche anbaut

Larix decidua

Mehrjährig

Pflanze wurzelnackte Lärchen im Winter während der Ruhephase, in voller Sonne mit guter Luftzirkulation. Toleriert die meisten Böden außer staunasse oder sehr alkalische. Junge Bäume in den ersten 2-3 Jahren stützen. Während der ersten Wachstumsperiode regelmäßig gießen. Minimale Pflege nach der Etablierung.

Jahreszyklus

|
Jan
Winterruhe
Feb
Winterruhe
Mär
Knospenaufbruch
Apr
Blüte
Mai
Blüte
Jun
Blüte
Jul
Blüte
Aug
Blüte
Sep
Blüte
Okt
Blüte
Nov
Laubfall
Dez
Winterruhe

Pflegewesentliches

Für etablierte Bäume selten nötig. Junge Bäume profitieren in den ersten 3-4 Jahren nach der Pflanzung von einem ausgewogenen Langzeitdünger im zeitigen Frühjahr.

Achten auf

  • Lärchenkrebs (Lachnellula willkommii)
  • Hallimasch
  • Lärchenwolllaus
  • Phytophthora ramorum (Lärchensterben)

Begleitpflanzen

Birke, Eberesche, Heidekraut, Heidelbeeren

Pflegeanforderungen

Licht

Volle Sonne unerlässlich

Die Lärche braucht volle Sonne und gute Luftzirkulation. Sie verträgt keinen Schatten und gedeiht nicht, wenn sie von anderen Bäumen überwachsen wird. Sie ist eine der lichtbedürftigsten aller Nadelbäume.

Bewässerung

Regelmäßige Bewässerung in den ersten 2-3 Saisons, danach keine

In den ersten zwei bis drei Wachstumssaisons einmal pro Woche bei Trockenheit gründlich wässern. Einmal etabliert, ist die Lärche sehr trockenheitstolerant und benötigt keine zusätzliche Bewässerung.

Düngung

Nur junge Bäume, 3-4 Jahre lang

In den ersten drei bis vier Jahren nach der Pflanzung im zeitigen Frühling einen ausgewogenen Langzeitdünger ausbringen, um die Einwurzelung zu fördern. Etablierte Bäume benötigen keine Düngung.

Schnitt

Minimal — Erziehungsschnitt nur im Winter

Abgestorbene oder beschädigte Äste im Spätsommer entfernen. Junge Bäume im Winter formativ schneiden, um eine starke Mittelsäule zu etablieren. Im Frühjahr nie schneiden, wenn der Saft steigt, da dies Krankheiten begünstigen kann.

Überwinterung

Vollständig winterhart, kein Schutz erforderlich

Die Europäische Lärche ist einer der winterhärtesten Bäume in Kultur und verträgt extreme Kälte, Exposition und Höhenlagen. Winterschutz ist in keiner Wachstumsphase nötig.

Anbautipps

Von Anfang an genug Platz einplanen

Die Lärche wird 15-20 m oder mehr hoch und sollte nie in der Nähe von Gebäuden, unterirdischen Leitungen oder anderen Bäumen gepflanzt werden. Plane den Standort von Anfang an für die Endgröße — eine sichere Reduzierung ist im ausgewachsenen Zustand nicht mehr möglich.

Die Laubbaum-Nadelbäume

Die Lärche ist unter den häufig angebauten Nadelbäumen einzigartig, da sie vollständig laubabwerfend ist und sich im Herbst vor dem Nadelfall leuchtend golden färbt. Pflanze sie so, dass dieses saisonale Schauspiel gut sichtbar ist.

In den ersten drei Jahren fest abstützen

Junge Lärchen haben biegsame Stämme, die windanfällig sind. Stütze sie in den ersten zwei bis drei Jahren mit zwei kurzen Pfählen und einem breiten Band ab, dann entfernen, damit sich der Stamm natürlich kräftigen kann.

Nicht für kleine Gärten geeignet

In ausgewachsenem Zustand dominiert die Lärche die Landschaft. Sie ist für die meisten Hausgärten ungeeignet, aber herrlich in großen Parkanlagen, Waldrändern oder forstwirtschaftlichen Pflanzungen.

Schädlinge & Krankheiten

Schädling Lärchenrindenläuse (Wollläuse)

Erkennung: Weiße wollige Massen an Trieben und Nadeln; klebiger Honigtau kann untere Äste bedecken.

Biologische Behandlung:
  • Kolonien mit einem starken Wasserstrahl ablösen.
  • Natürliche Feinde wie Marienkäfer und Florfliegen fördern.
Chemische Behandlung:
  • Pyrethrin-basiertes Mittel im Frühling bei ersten Eimassen ausbringen.
Schädling Lärchen-Blattwespe

Erkennung: Raupenartige Larven entnadeln Äste im Sommer und hinterlassen kahle braune Triebe.

Biologische Behandlung:
  • Larven von kleinen Bäumen von Hand absammeln.
  • Vögel fördern, die effektive Fressfeinde von Blattwespenlarven sind.
Chemische Behandlung:
  • Pyrethrin-Spray gegen Larven Anfang Sommer einsetzen.
Krankheit Lärchen-Krebs Lachnellula willkommii

Symptome: Eingesunkene abgestorbene Stellen in der Rinde mit Harzaustritt; kleine orange-gelbe Pilzbecher bei feuchtem Wetter sichtbar.

Behandlung: Befallene Äste bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Werkzeuge zwischen den Schnitten desinfizieren.

Vorbeugung: Schnittmaßnahmen im Frühling vermeiden, wenn der Saftstrom aktiv und Sporen verbreitet werden.

Krankheit Plötzliches Lärchensterben Phytophthora ramorum

Symptome: Plötzliches Absterben von Trieben und Ästen; braune Nadeln; blutende Läsionen in der Rinde.

Behandlung: Keine Heilung. Befallene Bäume müssen auf behördliche Anordnung gefällt werden.

Vorbeugung: Ausschließlich zertifiziertes, krankheitsfreies Pflanzgut aus seriösen Baumschulen verwenden.