Wie man Salweide anbaut
Salix caprea
Die Salweide ist ein winterharter einheimischer Baum, bekannt für seine spektakulären silbergrauen Weidenkätzchen Ende Februar und März. In voller Sonne oder Halbschatten in ausreichend feuchtem Boden pflanzen; Ton- und nasse Böden werden gut vertragen. In den ersten zwei Jahren bei Trockenheit gießen. Nach der Blüte oder im Spätsommer leicht schneiden. Alle paar Jahre stark zurückschneiden hält die Größe beherrschbar und maximiert den Kätzchenschmuck.
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Junge Bäume in den ersten Jahren im Frühjahr mit Kompost oder gut verrottetem Mist mulchen. Etablierte Bäume kommen ohne Düngung aus.
Achten auf
- Weidenschorf (dunkle Blattflecken und Triebsterben in nassen Frühjahren)
- Riesenweidenblattlaus-Kolonien an Ästen im Spätsommer
- Weidenblattkäfer, der Blätter im Sommer skelettiert
- Hallimasch an der Basis etablierter Bäume
Begleitpflanzen
Schwarzerle (Alnus glutinosa), Sumpfdotterblume (Caltha palustris), Blutweiderich (Lythrum salicaria), Hasel (Corylus avellana)
Haustiersicherheit
Pflegeanforderungen
Licht
Volle Sonne bis Halbschatten
Gedeiht in voller Sonne oder Halbschatten. Bestes Kätzchenschauspiel an einem offenen, sonnigen Standort.
Bewässerung
Regelmäßig gießen wenn jung; toleriert nasse Böden
In den ersten zwei bis drei Jahren regelmäßig gießen. Etablierte Salweiden vertragen nasse und staunasse Böden gut.
Düngung
Junge Bäume mulchen; keine Düngung nach Etablierung nötig
Im Frühjahr die ersten Jahre mit Kompost oder gut verrottetem Mist mulchen. Etablierte Bäume sind kräftig und brauchen keine Zusatzdüngung.
Schnitt
Leicht nach der Blüte schneiden; alle 3-5 Jahre kappen wenn gewünscht
Nach der Blüte im Frühjahr oder im Spätsommer leicht schneiden. Starkes Auf-den-Stock-Setzen alle 3-5 Jahre hält den Baum kompakt.
Abstand
6-10m für einen Standardbaum; weniger bei Kopfschnitt
Für einen Standardbaum 6-10m Abstand halten. Bei Stockausschlag oder Kopfschnitt reichen 3-4m.
Anbautipps
Kätzchen genießen — das ist das Highlight
Die seidig silbergrauen Kätzchen erscheinen vor den Blättern im späten Februar und März. Weibliche Kätzchen sind silbergrau, männliche werden goldgelb von Pollen. Sie sind hervorragend für frühe Bienen.
Nasse und lehmige Böden tolerieren
Im Gegensatz zu vielen Bäumen gedeiht die Salweide auf schwerem, vernässtem Tonboden — ideal für sumpfige Ecken oder Teichränder.
Auf-den-Stock-Setzen für Kätzchenpracht
Starkes Zurückschneiden alle 3-5 Jahre erzeugt lange gerade Triebe voller Kätzchen. Kappen auf Stockhöhe ergibt einen mehrstämmigen Strauch; Kopfschnitt bei 1,5-2 m ergibt einen Kopfbaum.
Hervorragender Wildbaum
Die Salweide unterstützt über 450 Insektenarten und liefert frühe Nektarquellen für Hummeln und Honigbienen, die im späten Winter erwachen.
Schädlinge & Krankheiten
Schädling Riesenweidenblattlaus
Erkennung: Große braune Blattläuse in Massen an der Rinde; Honigtau
- Kleine Kolonien mit kräftigem Wasserstrahl abspritzen
- Natürliche Feinde wie Marienkäfer fördern
- Pyrethrin-Kontaktinsektizid bei starkem Befall
Schädling Weidenblattkäfer
Erkennung: Metallisch blau-grüne Käfer und blasse Larven, die Blattflächen abfressen und nur das Adernetz zurücklassen
- Käfer und Larven von Hand an kleinen Bäumen absammeln
- Natürliche Feinde fördern
- Pyrethrin-Spray bei starkem Kahlfraß an jungen Bäumen
Krankheit Weidenschorf Venturia saliciperda
Symptome: Dunkle olivbraune Flecken auf Blättern im Frühjahr, rascher Laubfall und Absterben junger Triebe
Behandlung: Befallene Triebe und Falllaub entfernen. Luftzirkulation verbessern
Vorbeugung: Beregnung vermeiden. Bei trockenem Wetter schneiden
Krankheit Hallimasch Armillaria mellea
Symptome: Plötzliches Absterben von Ästen; weiße Myzelmatten unter der Rinde; honigfarbene Pilze im Herbst; schwarze Rhizomorphen im Boden
Behandlung: Kein Heilmittel — alles infizierte Holz und Wurzeln entfernen. Nicht kompostieren
Vorbeugung: Baumgesundheit durch Mulchen und gute Drainage erhalten