Wie man Nachtkerze (Oenothera biennis) anbaut
Oenothera biennis
Die Nachtkerze ist eine Zweijährige, die im ersten Jahr eine flache Blattrosette bildet und im zweiten Sommer hohe Blütenstände treibt. Die duftenden gelben Blüten öffnen sich in der Dämmerung und locken Nachtfalter und andere Nachtbestäuber an. Sie gedeiht auf magerem, gut durchlässigem Boden in voller Sonne — nährstoffreicher Boden erzeugt üppiges Laub, aber weniger Blüten. Einige Samenstände für die Selbstaussaat stehen lassen, da einzelne Pflanzen nach der Blüte absterben, aber Kolonien durch Selbstaussaat unbegrenzt bestehen bleiben.
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Selten nötig — gedeiht auf magerem Boden. Eine leichte Kompostmulch im Frühjahr reicht aus.
Achten auf
- Wurzelfäule bei Staunässe
- Echter Mehltau bei Trockenheit
- Selbstaussaat kann invasiv werden
Begleitpflanzen
Königskerze, Gräser, Schafgarbe, Sonnenhut
Pflegeanforderungen
Licht
Volle Sonne unerlässlich
Braucht volle Sonne für beste Blütenleistung. Magerer Boden in sonniger Lage erzeugt mehr Blüten als nährstoffreicher Boden. Schatten verursacht schlaffes Wachstum.
Bewässerung
Sehr trockenheitstolerant
Gedeiht in trockenen Bedingungen nach Etablierung. Überwässerung oder Staunässe vermeiden, die Wurzelfäule verursacht. Boden zwischen den Wassergaben trocknen lassen.
Düngung
Nicht nötig, magerer Boden bevorzugt
Selten Düngung nötig. Gedeiht auf magerem Boden. Reicher, fruchtbarer Boden erzeugt blattreiche Rosetten, die schlecht blühen können. Leichte Kompostmulch reicht bei sehr ausgelaugtem Boden.
Schnitt
Verblühte Stände entfernen, Frühjahrsputz
Verblühte Blütenstände entfernen, um übermäßige Selbstaussaat zu verhindern, oder einige für die Tierwelt stehen lassen. Abgestorbenes im Frühjahr zurückschneiden. Neue Rosetten ungestört lassen.
Anbautipps
Blüten öffnen sich in der Dämmerung
Die Blüten öffnen sich abends und halten bis zum nächsten Morgen. In der Nähe eines Sitzplatzes oder Weges pflanzen, um die Abendblüte und den Duft zu genießen.
Selbstaussaat zulassen
Die Nachtkerze ist zweijährig — jede Pflanze blüht einmal und stirbt dann. Samenstände natürlich fallen lassen, und neue Rosetten erscheinen für die Blüte im nächsten Jahr.
Magerer Boden ist am besten
Reicher, fruchtbarer Boden erzeugt blattreiche Rosetten, die möglicherweise nicht gut blühen. Magerer, gut durchlässiger Boden in voller Sonne liefert die beste Blütenleistung.
Selbst ausgesäte Sämlinge ausdünnen
Wenn zu viele Sämlinge erscheinen, im Frühjahr auf 30-40 cm Abstand ausdünnen. Überzählige anderswo verpflanzen oder verschenken.