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Wie man Edelweiß anbaut

Leontopodium nivale

Mehrjährig

Edelweiß ist eine ikonische Alpenblume, die in magerem, scharf drainierendem Boden in voller Sonne gedeiht. Im Frühjahr in einen Steingarten, Alpentrog oder ein Hochbeet pflanzen, mit mindestens 50% Kies im Pflanzsubstrat. Es bildet kleine wollige Rosetten von 15-20cm Höhe mit charakteristischen weißen sternförmigen Hochblättern im Sommer. Sparsam gießen und die Wurzeln nie in nassem Boden stehen lassen. Extrem winterhart, aber empfindlich gegen nasse Winter, daher ist Drainage entscheidend. Eine kurzlebige Staude von 3-5 Jahren, die sich unter geeigneten Bedingungen selbst aussät. Verblühte Blüten Samen bilden lassen, wenn die Kolonie sich natürlich fortsetzen soll.

Jahreszyklus

|
Jan
Winterruhe
Feb
Winterruhe
Mär
Winterruhe
Apr
Knospenaufbruch
Mai
Wachstum
Jun
Blüte
Jul
Blüte
Aug
Blüte
Sep
Blüte
Okt
Blüte
Nov
Winterruhe
Dez
Winterruhe

Pflegewesentliches

Selten nötig. Edelweiß gedeiht in armem, magerem Boden und Überdüngung erzeugt weiches Gewebe, das leicht fault. Eine sehr leichte Streuung von Knochenmehl im Frühjahr ist mehr als ausreichend.

Achten auf

  • Kronenfäule in nassen Wintern
  • Blattläuse an Blütenstielen
  • Schnecken an jungem Austrieb

Begleitpflanzen

Enzian, Steinbrech, Hauswurz, Alpen-Thymian

Pflegeanforderungen

Licht

Volle Sonne unerlässlich

Edelweiß braucht volle Sonne für kompaktes Wachstum und beste Blüte. In seinem natürlichen Lebensraum wächst es an exponierten Felshängen ohne Schatten. Jede Position mit mehr als leichtem Halbschatten vermeiden.

Bewässerung

Sehr wenig; hasst nasse Wurzeln

Sparsam gießen und nur bei längerer Trockenheit im Sommer. Wurzeln nie in nassem Boden stehen lassen. Übergießen und Winternässe sind die Haupttodesursachen. Ausgepflanzte Exemplare brauchen nach Etablierung selten zusätzliches Wasser.

Düngung

Keine Düngung; magerer Boden bevorzugt

Edelweiß nicht düngen. Es hat sich in nährstoffarmem Alpenschutt entwickelt und reicher Boden erzeugt weiches, schlaffes Wachstum, das anfällig für Fäulnis ist. Höchstens eine leichte Streuung Knochenmehl im Frühjahr ist das Maximum.

Schnitt

Verblühte Blütenstiele im Spätsommer entfernen

Abgestorbene Blütenstiele nach der Blüte an der Basis abschneiden. Abgestorbenes überwintertes Laub im Frühjahr entfernen. Einige Samenstände stehen lassen, wenn Selbstaussaat erwünscht ist.

Abstand

15-20 cm Abstand

Pflanzen mit 15-20 cm Abstand in Steingärten oder Alpentrögen setzen. Sie bilden kleine Horste und breiten sich langsam durch Selbstaussaat aus, nicht durch vegetative Ausbreitung.

Stütze

Nicht nötig

Edelweiß ist eine kompakte, niedrig wachsende Pflanze, die nie Stützen braucht. Die wolligen Stiele sind für ihre geringe Größe robust.

Anbautipps

Drainage ist alles

Edelweiß fault schnell in nassem Boden. Mindestens 50% Kies oder Perlit im Pflanzsubstrat verwenden. In Gefäßen eine Schicht Tonscherben auf den Boden und Kakteen-/Alpenerde verwenden. Hochbeete und Felsspalten sind ideal.

Alpine Bedingungen nachahmen

In der Natur wächst Edelweiß in Kalksteinschutt über 1500m. Kalksteinsplitt zum Erdgemisch geben und an den sonnigsten, exponiertesten Platz setzen. Es bevorzugt mageren, alkalischen bis neutralen Boden.

Selbstaussaat zulassen

Edelweiß ist kurzlebig (3-5 Jahre), also einige verblühte Blüten Samen bilden lassen statt alles auszuputzen. Samen keimen im Frühjahr auf nacktem, kiesigem Boden. Eine Kolonie, die sich selbst aussät, erhält sich unbegrenzt.

Pflanzabstand

Pflanzabstand 20 cm
Reihenabstand 25 cm
Wuchshöhe 20 cm
Wuchsbreite 20 cm

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