Wie man Schokoladenwein anbaut
Akebia quinata
Der Schokoladenwein ist eine wüchsige halbimmergrüne Schlingpflanze mit ungewöhnlichen würzig duftenden purpurnen Blüten im Frühling. Die fünffingrigen Blätter sind in milden Gebieten ganzjährig attraktiv. Wächst schnell an Pergolen, Bögen oder Zäunen. Braucht einen Partner für Kreuzbestäubung zur Fruchtbildung. Nach der Blüte schneiden.
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Im Frühjahr einen ausgewogenen Dünger auftragen. Etablierte Pflanzen auf gutem Boden brauchen selten zusätzliche Düngung.
Achten auf
- Übermäßige Wüchsigkeit überwältigt Trägerkonstruktion
- Fehlende Fruchtbildung (braucht Kreuzbestäubung)
- Gelegentlich Blattläuse an Neutrieben
Verfolge Ihren Pflegeplan für Schokoladenwein — Schnitt, Düngung und saisonale Aufgaben
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☀️ Light
Volle Sonne bis Halbschatten
Gedeiht am besten an einem sonnigen, geschützten Standort, verträgt aber auch Halbschatten. Die Blüte nimmt im tiefen Schatten ab. Eine süd- oder westexponierte Wand ist ideal.
💧 Watering
Mäßig; in den ersten zwei Jahren regelmäßig gießen
Einmal etabliert ist Akebia weitgehend trockenheitstolerant. In den ersten zwei Saisons regelmäßig gießen, bis das Wurzelsystem ausgebildet ist.
🌱 Fertilizing
Leichte Frühjahrsdüngung jährlich
Im Frühling einen ausgewogenen Volldünger um die Basis streuen. Etablierte Pflanzen auf gutem Boden brauchen kaum mehr — zu viel Dünger fördert Blattmasse auf Kosten der Blüten.
✂️ Pruning
Nach der Blüte im Spätfrühling; bei Überwuchs starker Rückschnitt möglich
Abgeblühte Triebe nach der Blüte auslichten und kürzen. Hat die Pflanze ihren Platz überschritten, verträgt sie einen starken Rückschnitt auf das Gerüst im Spätwinter — allerdings auf Kosten der Blüten in diesem Jahr.
❄️ Overwintering
Winterhart bis ca. -15 °C; halbimmergrün in milden Wintern
Im Großteil Großbritanniens vollkommen winterhart. In kalten Wintern kann die Pflanze ihre Blätter abwerfen, treibt aber im Frühling aus der Basis wieder aus. Kein Schutz nötig außer an sehr exponierten Standorten.
Anbautipps
Zwei Pflanzen für Früchte pflanzen
Akebia benötigt Kreuzbestäubung zwischen zwei genetisch verschiedenen Pflanzen, um ihre ungewöhnlichen purpurnen Früchte zu bilden. Eine einzelne Pflanze blüht reichlich, trägt aber keine Früchte.
Eine stabile Kletterhilfe bereitstellen
Diese wüchsige Kletterpflanze kann einmal etabliert 3–4 m pro Saison wachsen. An einer soliden Pergola, einem Bogen oder Zaun mit Spanndrähten befestigen — leichte Rankgitter biegen sich unter dem Gewicht.
Nach der Blüte schneiden, nicht davor
Die Blüten bilden sich am vorjährigen Holz. Ein Schnitt im Spätwinter würde die Blütenknospen entfernen. Immer warten, bis die Blüten im Spätfrühling verblüht sind.
Im Sommer auf ausreißende Triebe achten
Akebia windet sich leicht in Dachrinnen, über Zäune und durch Nachbarpflanzen. Eine Kontrolle im Hochsommer und promptes Zurückschneiden verhindert, dass sie zum Problem wird.
Schädlinge & Krankheiten
Schädling Blattläuse
Erkennung: Kolonien kleiner weichkörperiger Insekten an neuen Triebspitzen und Blütenknospen im Frühling. Können zu Wuchsdeformierungen führen.
- Mit einem starken Wasserstrahl abspritzen
- Insektizidseife oder Neemöl-Spray auftragen
- Kontaktinsektizid auf Pyrethrin-Basis
Schädling Gefurchter Dickmaulrüssler
Erkennung: Unregelmäßige Ausbuchtungen an Blatträndern durch nächtlichen Fraß der Käfer. Larven im Boden schädigen Wurzeln von Topfpflanzen.
- Pathogene Nematoden im Spätsommer oder Herbst in feuchten Boden einbringen
- Rüsselkäfer-Barriere an Topfrändern anbringen
- Imidacloprid-haltiges Gießmittel für Töpfe
Schädling Schildläuse
Erkennung: Kleine braune oder beige Wachserhebungen an Stängeln und Blattunterseiten. Klebriger Honigtau auf Blättern unterhalb des Befalls.
- Manuell mit einer weichen, in Seifenwasser getauchten Bürste entfernen
- Neemöl in der Kriechlarvenphase auftragen
- Systemisches Insektizid mit Thiacloprid oder Acetamiprid
Krankheit Echter Mehltau Erysiphe sp.
Symptome: Weißer mehliger Pilzbelag auf Blattoberflächen, besonders auf älteren oder beschatteten Blättern im Spätsommer.
Behandlung: Befallene Blätter entfernen. Schwefel- oder Kaliumbicarbonat-Fungizid auftragen.
Vorbeugung: Gute Luftzirkulation durch Auslichten dichter Triebe sicherstellen. Gießen von oben vermeiden. Bei Trockenheit gut wässern.
Krankheit Wurzelfäule Phytophthora spp.
Symptome: Plötzliches Welken und Absterben trotz ausreichendem Gießen. Dunkelbraune Verfärbung an der Stängelbasis. Wurzeln werden braun und matschig.
Behandlung: Drainage sofort verbessern. Befallene Wurzeln und Stängel entfernen. Wurzelbereich mit phosphonathaltigem Fungizid gießen.
Vorbeugung: In gut drainierter Erde pflanzen. Staunässe besonders im Winter vermeiden.
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